Coronavirus

Chanel: „Keine Kurzarbeit. Denn wir belasten nicht die Staatsfinanzen.“

Chanel

Regierungen weltweit stützen die Wirtschaft mit Milliarden. Doch nicht alle brauchen zwingend das Geld. Die Luxusmarke Chanel lehnt die Hilfen ab und bezahlt die Mitarbeiter regulär weiter. Außerdem spendet sie eine Millionensumme.

Die Luxusmarke Chanel schont die französischen Staatsfinanzen – und verzichtet darauf, für die Mitarbeiter Kurzarbeit zu beantragen. Stattdessen bezahlt das Unternehmen für die Belegschaft in Frankreich die Löhne in den kommenden acht Wochen komplett weiter.


Es geht um den Zeitraum vom 16. März bis zum 8. Mai. Die Vereinbarung gilt für 8500 Mitarbeiter in Frankreich, eingeschlossen sind die Ateliers Métiers d’Art, die Fabriken sowie die Tochterfirma Eres. „Unser Ziel ist es, nicht den öffentlichen Haushalt zu belasten“, teilte Chanel mit. „Das erlaubt es dem Staat, den Firmen zu helfen, die stärker bedroht sind, und das Gesundheitssystem zu unterstützen.“

Paris Fashion Week: Chanel H/W 2020/21

Wie andere Luxusfirmen engagiert sich auch Chanel als Stifter. Die Luxusmarke spendet 1,2 Mio. Euro an Pariser Kliniken, an die Stiftung Georges Pompidou und an den Notfalldienst Samu. „Die Summen gehen direkt an die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, die im Kampf gegen die Pandemie an vorderster Front stehen“, teilte Chanel mit.

Chanel Métier D'Art: Wie Coco Chanel im Grand Palais

Darüber hinaus wird Chanel auch Lieferant des Gesundheitssystems. Die Luxusmarke hat bereits 50.000 Schutzmasken bereitgestellt. Jetzt spannt sie die Ateliers ein. Die Schneiderinnen der Haute-Couture, Prêt-à-Porter und Maisons d’Art werden Schutzmasken und Blusen für das Klinikpersonal anfertigen, teilte Chanel mit. „Wir arbeiten an den ersten Prototypen.“

stats