Einschnitte beim dänischen Schmuckanbieter

Pandora schließt Läden in Europa und den USA

Auch der Schmuckanbieter Pandora zieht Konsequenzen aus der raschen Verbreitung des Coronavirus. „Um die Eindämmung zu unterstützen, hat Pandora zahlreiche Geschäfte weltweit vorübergehend geschlossen“, teilt das dänische Unternehmen mit. Alle Läden in den USA, Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien seien dicht gemacht worden. In vielen weiteren europäischen Ländern sei das Filialnetz bis zu einem gewissen Grad betroffen.


Zudem seien die meisten Büros von Pandora geschlossen, das dortige Personal arbeite von zu Hause aus. Der Online-Shop sei weiterhin geöffnet. Auch die Produktion in Thailand sei nicht von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. „Wir treffen erhebliche Vorkehrungen, um den Betrieb stabil zu halten“, teilt das Kopenhagener Unternehmen mit.

Wie Pandora außerdem erklärt, werde – ab dem Zeitpunkt, zu dem die Mitarbeiter nach Hause geschickt wurden – „das normale Grundgehalt“ mindestens acht Wochen lang weitergezahlt. „Wir hoffen, dass sich die Situation bis dahin verbessert hat, werden unsere Maßnahmen aber, wenn nötig, anpassen“, teilte Pandora mit. Wo möglich, wolle sich das Unternehmen um entsprechende Hilfsprogramme bemühen.

"Prognose nicht mehr aussagekräftig"

Angesichts der Pandemie ziehen die Kopenhagener ihre Anfang Februar gegebene Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück. Sie sei nicht mehr aussagekräftig. Pandora habe das Jahr 2019 zwar erfolgreich begonnen, mit „besonders guter Entwicklung im Online-Shop und in einigen Schlüsselmärkten“, wie das Unternehmen mitteilt. Jetzt wirke sich aber die Corona-Krise deutlich aus. In China sei der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 70 bis 80% zurückgegangen. „Derzeit verbessern sich die Erlöse leicht, aber eine Rückkehr zur Normalität wird noch einige Zeit dauern“, teilten die Dänen mit.

Auf die Umsätze in den europäischen Märkten, insbesondere auf Italien, wirke sich die Situation erheblich aus. Im März sei das Italien-Geschäft fast vollständig zum Erliegen gekommen. Zudem sei Australien durch den Rückgang der Touristenzahlen betroffen und in den meisten übrigen Märkten werde die Verbraucherstimmung indirekt durch die allgemeine Lage eingetrübt.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben auch das laufende Rückkaufprogramm eigener Aktien gestoppt.

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