Der BTE empfiehlt

Steuerbegünstigung bei Warenspenden prüfen

IMAGO / Panthermedia

Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) klärt über die Voraussetzungen bei Warenspenden auf. Viele Textil- und Modehändler beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob sie unverkaufte Ware spenden sollen, so der Verband. Schließlich könne einerseits der Einkaufspreis zu 100% bei den Fixkosten der Überbrückungshilfe III angesetzt werden und andererseits falle zumindest bis 31. Dezember 2021 darauf keine Umsatzsteuer an.

Voraussetzung für beide Tatbestände sei allerdings, dass die Warenspende an einen gemeinnützigen und steuerbegünstigten Empfänger geht. Dies ist jedoch nach Recherchen von BTE und HDE nicht bei allen bekannten Hilfsorganisationen der Fall. Zum Teil sei zwar die Dach-Organisation gemeinnützig, der konkrete Empfänger der Warenspende sei aber ein steuerpflichtiger Wirtschaftsbetrieb.


Fazit des BTE: Jeder Textil- und Modehändler sollte vor der Spendenentscheidung unbedingt prüfen und sich gegebenenfalls bestätigen lassen, ob der Empfänger die entsprechenden Voraussetzungen der Überbrückungshilfe III und der Umsatzsteuerbefreiung erfüllt. Wichtig ist, auf eine Empfangsbestätigung zu bestehen, aus der ersichtlich ist, dass der unmittelbare Empfänger eine steuerbegünstigte Organisation ist. Denn sonst verschenkt der Spender unnötig Geld bzw. muss mit Kosten rechnen, so der BTE. Schließlich könnten in einem solchen Fall bei der Überbrückungshilfe nur 90% des Einkaufspreises angesetzt werden und bei der Umsatzsteuer müsste der „fiktive Einkaufspreis im Zeitpunkt der Spende“ versteuert werden.

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