Wegen Covid-19-Pandemie

Global Fashion Group nimmt Jahresprognose zurück

Global Fashion Group
In Russland betreibt die Global Fashion Group den Online-Modehändler Lamoda.
In Russland betreibt die Global Fashion Group den Online-Modehändler Lamoda.

Die E-Fashion-Holding Global Fashion Group (GFG) zieht ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück. Die luxemburgische Gruppe, die mehrere Zalando-Kopien unter einem Dach vereint, hatte Anfang März noch damit gerechnet, dass sich der Transaktionsumsatz im Jahr 2020 um 17 bis 20% auf über 2 Mrd. Euro erhöht. Der währungsbereinigte Umsatz sollte auf etwa 1,5 Mrd. Euro steigen. Außerdem plante die beiden CEOs Christoph Barchewitz und Patrick Schmidt einen „signifikanten Fortschritt auf dem Weg zur Profitabilität“.



Tempi passati. Natürlich wegen des Coronavirus: "Die GFG hat seit März einen erheblichen negativen Einfluss der Pandemie auf die Kundennachfrage festgestellt", heißt es in einer Börsenpflichtmitteilung. Hinzu kamen die staatlich verordneten Schließungen der Logistikzentren auf den Philippinen und in Argentinien.

Die Dachgesellschaft der Online-Mode-Händler Dafiti (Südamerika), Zalora (Südostasien), The Iconic (Australien und Neuseeland) und Lamoda (CIS-Staaten wie Russland) überprüft deshalb nun ihre Pläne und Prognosen und passt die Kostenbasis und Investitionspläne an. Die neue Prognose soll erst dann erstellt werden, „sobald die Covid-19-Situation klarer wird“.

Die GFG erlöst in den von den Öffnungsverboten betroffenen Ländern 6% ihres Umsatzes. Es sei gut möglich, dass andere Länder ebenfalls die Schließung von Logistikzentren anordnen.

Die gesamte Gruppe hat ihren Umsatz 2019 um 16,4% auf fast 1,35 Mrd. Euro gesteigert. Der Ebitda-Verlust reduzierte sich von 49,8 Mio. Euro auf 37,1 Euro. In drei von vier Regionen schrieb die Global Fashion Group im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben schwarze Zahlen. Das heißt: Eigentlich war das E-Commerce-Konglomerat auf einem guten Weg. Bis die Covid-19-Epidemie kam.

IPOs im Online-Modehandel: E-Fashion-Player gewinnen Investoren

stats