Digitales Ordermanagement

"Don't waste a crisis"

Die Lockdowns haben den Markt für virtuelles Ordermanagement gepusht
Die Lockdowns haben den Markt für virtuelles Ordermanagement gepusht

Warum nicht mal Winston Churchhill bemühen? Hannes Rambold, CEO von MobiMedia, in Deutschland Vorreiter, wenn es um die Digitalisierung des Vertriebs geht, hat die Krise genutzt, um noch näher an den Bedarf der Kunden zu rücken.

Der Markt für virtuelle Order war bisher kein Selbstläufer. Doch Corona hat neue Verhältnisse geschaffen. Verkaufsprozesse und Präsentationen sollen umweltfreundlicher und zeitgemäßer gestaltet werden, will Rambold den Ruf der Branche hören. "Die Branche bewegt sich heute nicht mehr in der Krise, sondern auf dem Weg heraus. Wir sehen, dass viele Händler und Hersteller sich auf die Rendite konzentrieren. Also mit wenig Lager Kunden immer wieder von Mode begeistern und Abschriften vermeiden", so Rambold. Daraus hat der Unternehmer drei Learnings formuliert:

1. Die Warensteuerung, also der Nachkauf ist der Hebel zum Erfolg. Wöchentliche Korrekturen im Angebot unter Berücksichtigung des Lagers und der laufenden Vororder. Im Zusammenspiel der Partner lassen sich monatliche neue Warenaktionen im Laden gestalten, anstelle von Wiederholungen bereits gelaufener Programme, sprich Nachorder.



2. Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Digitale Projekte müssen zu mehr Umsatz oder zur Reduzierung der Kosten, zumindest aber zu schnelleren Entscheidungen im Handel führen. Im Mittelpunkt sehen wir die digitale Kommunikation mit dem Verbraucher (wir nennen das digitales Schaufenster), den Austausch von Planungsdaten mit den Herstellern und digitale Planungshilfen für die Nachsteuerung.

3. Konzentration auf die Erlebniswelt stationärer Handel mit digitalen "Schaufenstern".

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