Discount-Filialist: "Bedrohliche Schieflage des Unternehmens abwenden"

Kik stoppt Mietzahlungen

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Aufnahme aus besseren Zeiten: Geöffnete Kik-Filiale
Aufnahme aus besseren Zeiten: Geöffnete Kik-Filiale

Wie viele andere Filialisten hat nun auch Kik in Bönen angekündigt, ab April bis auf Weiteres keine Miete mehr zu zahlen. „Durch den Shutdown ist der stationäre Einzelhandel komplett zum Erliegen gekommen. Alle Handelsunternehmen stehen jetzt unter ungeheurem Druck. KiK reagiert auf diese, in der Geschichte Deutschlands einmalige, Situation mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Unser Ziel ist, im Sinne unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, eine bedrohliche Schieflage des Unternehmens abzuwenden“, heißt es in einer Mitteilung.


Zu diesen Maßnahmen zähle unter anderem, „dass Kik im April bis auf Weiteres keine Mieten mehr zahlen wird. Ein entsprechendes Ankündigungsschreiben wurde an die betroffenen Verwalter und Vermieter versandt“. In Einzelgesprächen werde mit jedem Vermieter verhandelt, die angestrebte Aussetzung der Miete durch geeignete, zeitlich befristete Maßnahmen zu kompensieren. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass jedes Mietverhältnis bei den nun anstehenden Gesprächen individuell betrachtet werden muss. Entsprechend werden wir keine pauschalen Regelungen, sondern Entscheidungen mit Augenmaß treffen. Nicht-Zahlungen schließen wir in diesem Zusammenhang aus. Wenn überhaupt, verhandeln wir über Stundungsvereinbarungen“, heißt es in der Mitteilung.


Dies alles geschehe vor dem Hintergrund, möglichst viel liquide Mittel zur Sicherung unserer Arbeitsplätze nutzen zu können. Laut Kik geht es dabei zunächst nur um die 2607 Filialen in Deutschland. Insgesamt betreibt der Discounter etwa 3500 Läden in mehreren europäischen Ländern. Kik habe vorwiegend gewerbliche Vermieter und gehe davon aus, dass diese alle Möglichkeiten nutzen werden, um Ausfälle im Rahmen der staatlichen Hilfen zu kompensieren.

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