Neuer Termin für den Schnäppchen-Tag?

Amazon will offenbar Prime Day verschieben

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Die Logistikmitarbeiter von Amazon haben derzeit alle Hände voll zu tun
Die Logistikmitarbeiter von Amazon haben derzeit alle Hände voll zu tun

Amazon will in diesem Jahr offenbar den Prime Day verschieben. Er ist das Verkaufsevent von Amazon schlechthin und wird seit 2015 veranstaltet. Der Prime Day fand normalerweise immer im Juli statt. Jetzt soll er nach einem Bericht von Reuters „mindestens auf August“ verschoben werden.

Die Nachrichtenagentur beruft sich auf interne Notizen, Amazon selbst habe dazu bisher nicht Stellung genommen, heißt es. Als Grund für die Verschiebung wird die weltweite Corona-Krise genannt.


2019 hatte der Online-Konzern aus Seattle seinen Prime-Mitgliedern anlässlich des Shopping-Events über eine Million Rabatt-Aktionen angeboten − und weitete das Sale-Event von 36 auf 48 Stunden aus. Am Tag danach zog Amazon Bilanz. Demnach ist der Prime Day erfolgreicher verlaufen als Black Friday und Cyber Monday zusammen.

Nach eigenen Angaben bestellten die Amazon-Kunden mehr als 175 Mio. Produkte. „Verkaufspartner auf Amazon, die meisten davon kleine und mittlere Unternehmen, erzielten weltweit Umsätze von über 2 Mrd. US-Dollar durch ihre Verkäufe auf Amazon während des Prime Day“, hatte Amazon im vergangenen Jahr mitgeteilt. Das enspricht rund rund 1,854 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr war der Prime Day ein Riesen-Erfolg.
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Im vergangenen Jahr war der Prime Day ein Riesen-Erfolg.
Der Online-Konzern verkauft zum Prime Day auch zahlreiche seiner eigenen Geräte, wie beispielsweise den sprachgesteuerten, intelligenten Lautsprecher Echo. In den internen Notizen, auf die sich Reuters beruft, heißt es, dass Amazon durch die Terminverschiebung über 5 Millionen zusätzliche Geräte im Lager verfügen wird, die eigentlich für einen früheren Verkauf eingeplant waren. Doch die Kapazitäten aufgrund der Krise seien begrenzt. Reuters berichtet, dass das Verschieben des Events Amazon etwa 100 Mio. Dollar kosten könnte, im schlimmsten Fall sogar 300 Mio. Dollar.

Keine N95-Masken mehr

Und noch eine Veränderung soll es im Zusammenhang mit der Corona-Krise für Amazon-Kunden geben. Das Unternehmen will den Verbrauchern nach einem Bericht von CNBC und Vox keine N95-Masken mehr anbieten. Aufgrund der Pandemie wolle der Konzern die Lieferung unter anderem Krankenhäusern und Regierungsbehörden vorbehalten.

Amazon habe im Zusammenhang von Covid-19 einen neuen Bereich auf seiner Website eingeführt. Dafür könnten sich zum Beispiel Krankenhäuser, Bundes- und Landesbehörden anmelden, um Zugang zu erforderlichen Artikeln wie N95-Masken, OP-Kittel usw. zu erhalten.

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