Adidas, Levi's, Mytheresa und weitere äußern sich

Modeunternehmen sagen Rassismus den Kampf an

imago images / ZUMA Press
Adidas will in den USA eine 30%-Quote einführen: Entsprechend viele Neueinstellungen sollen Afroamerikaner oder Latinos sein.
Adidas will in den USA eine 30%-Quote einführen: Entsprechend viele Neueinstellungen sollen Afroamerikaner oder Latinos sein.

Die Modebranche engagiert sich immer mehr in der Thematik #BlackLivesMatter. Von Solidaritätspostings bis Spenden. Mittlerweile haben auch viele Unternehmen interne Maßnahmen angekündigt, um Diversity in den eigenen Reihen zu fördern und die schwarze Community zu unterstützen.

Adidas

Der Sportgigant aus Herzogenaurach investiert nach eigenen Angaben 20 Mio. US-Dollar (rd. 17,6 Mio. Euro) in die schwarze Community. Der Fonds für Programme, die die Black Community unterstützen, stärken und in den Fokus rücken, soll in den kommenden vier Jahren auf 20 Mio. Dollar erhöht werden. Initiativen, an die gespendet werden, sind beispielsweise Adidas Legacy, die Adidas School for Experiential Education in Design und Honoring Black Excellence. Ferner will der Sportartikler in den kommenden fünf Jahren 50 Stipendien für schwarze Studenten an Partneruniversitäten stellen.

Unabhängig von den Spenden will Adidas intern für mehr Diversity sorgen. In den USA soll eine Quote eingeführt werden: Mindestens 30% aller neuen Jobs in Amerika bei Adidas und Reebok sollen an Afroamerikaner und Latinos vergeben werden, teilt das Unternehmen mit. Zudem soll ein Ziel gesetzt werden, wie stark repräsentiert Afroamerikaner und Latinos unter den Angestellten in Nordamerika sein sollen.

Levi's

Auch Levi's denkt darüber nach, eine Quote einzuführen, um die Belegschaft bunter zu machen. Das zog CEO Chip Bergh in einem Interview mit dem US-Medium "The Atlantic" in Betracht. Künftig sollen bei dem Denimlabel demnach mehr schwarze Angestellte in Führungspositionen zu finden sein, sowie auch im Board of Directors. Derzeit sei man noch dabei, diese Prozesse umzusetzen - laut Bergh habe man sich den Maßnahmen aber verschrieben.

Mytheresa

Auch der Luxus-Webshop Mytheresa nimmt Geld in die Hand, um die schwarze Community zu stärken. Insgesamt 50.000 Euro gehen zur Hälfte an die Organisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), die sich gegen rassistische Diskriminierung in den USA einsetzt sowie an Campaign Zero, eine Organisation, die Polizeigewalt in Amerika bekämpft. Darüber hinaus setzt Mytheresa intern neue Maßstäbe: Ein Diversity- und Inklusivitäts-Komittee soll gegründet werden, das Gleichberechtigung und -behandlung im eigenen Unternehmen fördern soll.

Kering

An die gleichen Organisationen wie Mytheresa spendet auch Gucci-Mutter Kering. Ein nicht genannter Betrag geht über alle Marken hinweg an NAACP und Campaign Zero. Zudem fügte der Luxuskonzern an, weiter an internen Programmen und Initiativen zu arbeiten, um Gleichberechtigung und Fairness im Unternehmen zu gewährleisten.

Reebok

Unterdessen hat Reebok Nägel mit Köpfen gemacht. Eigentlich war die Verbindung zu CrossFit eine Säule in der Marken-Strategie der Adidas-Tochter. Jetzt hat der CrossFit-Gründer mit einem abschätzigen Tweet zum verstorbenen George Floyd dafür gesorgt, dass die Sportmarke die Verbindung kappt. Als Folge musste der Gründer und CEO seinen Hut nehmen.

stats