E-Commerce in der Corona-Krise

Moda Operandi stellt Menswear ein

Moda Operandi
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Die Coronavirus-Krise setzt auch den Online-Händlern zu. Um die schweren Zeiten zu meistern, zieht sich Moda Operandi aus der Männermode zurück. Nach nicht einmal zwei Jahren.

Die Covid-19-Pandemie trifft auch die Online-Akteure in der Mode. Der E-Tailer Moda Operandi stampft sein Menswear-Geschäft ein, das er noch nicht einmal vor zwei Jahren lanciert hatte.


Moda Operandi sprach von einer „schwierigen Entscheidung“: „Wir haben uns dazu durchgerungen, um uns auf unseren Kern, also die Damenmode, Schmuck und Home-Artikel zu konzentrieren“, teilte das Unternehmen mit. Deshalb wird es auch zu Entlassungen kommen. Die Mitarbeiter des Menswear-Teams würden noch bis Ende Juni beschäftigt, hieß es weiter.

Damit bewegt sich Moda Operandi im Vergleich zu den Rivalen in die entgegengesetzte Richtung. Mehr und mehr Onlinehändler forcieren ihren Auftritt in der Männermode, um insbesondere eine ausgabenwillige Kundschaft in Asien zu erreichen. Seit kurzem sind unter anderem 24S, der Digitalableger von Le Bon Marché, und Mytheresa in der Menswear gestartet.

Die Luxusindustrie ist hart getroffen. Die Beratungsgesellschaft Bain & Co geht davon aus, dass die Branche im Zuge von Covid-19 um bis zu 35% an Umsatz verliert. Im mittleren Szenario sagen die Bain-Experten einen Umsatzverlust von 60 bis 70 Mrd. Euro voraus. Die Luxuskonzerne LVMH und Kering stellen für das erste Quartal bereits einen Rückgang von bis zu 20% und 15% in Aussicht.

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