Ehemaliger Prada- und Gucci-Manager übernimmt

Italiens Top-Einkäufer küren neuen Präsidenten

Camera Buyer Italia
Neuer CBI-Präsident: Giacomo Santucci
Neuer CBI-Präsident: Giacomo Santucci

In der Camera Buyer Italia haben sich Luxusmodehändler wie Biffi in Mailand, Penelope in Brescia und Sugar in Arezzo zusammengeschlossen. Nach 18 Monaten ist Francesco Tombolini nun als Präsident ausgeschieden. Sein Nachfolger kommt wie er aus der Industrie.

Der Verband der italienischen Top-Einkäufer hat einen neuen Präsidenten. Die Camera Buyer Italia (CBI), in der sich mehr als 100 Luxus-Stores zusammengeschlossen haben, hat Giacomo Santucci auf den Spitzenposten gehievt. Er folgt auf Francesco Tombolini, der zurückgetreten ist.


Wie sein Vorgänger Tombolini, der unter anderem bei Gucci und Yoox gearbeitet hatte, ist auch Santucci kein Modehändler, sondern ein früherer Berater und Top-Manager in der Industrie. Santucci, der zwischenzeitlich bei McKinsey war, arbeitete für Salvatore Ferragamo, Prada, Gucci und brachte es bei Dolce & Gabbana bis zum Chief Operating Officer.

Dem ausgewiesenen Brand- und Online-Experten Tombolini kommt das Verdienst zu, viele Projekte angestoßen zu haben. In den 18 Monaten an der Spitze bemühte er sich darum, CBI in einen Dienstleister für seine Mitglieder zu verwandeln. CBI ist nicht mehr allein Sprachrohr gegenüber der Politik und den Institutionen, sondern hilft inzwischen beim Marketing und bei Digitalprojekten.

Hat viel bewegt in 18 Monaten: Francesco Tombolini
CBI
Hat viel bewegt in 18 Monaten: Francesco Tombolini
Allerdings stieß Tombolini mit seinen Ideen auch an Grenzen. Er machte sich dafür stark, aus CBI eine Einkaufsgemeinschaft zu formen, die gegenüber den Luxusmarken und Online-Marktplätzen wie Farfetch vereint auftritt und Konditionen verhandelt. Doch das stieß dem Vernehmen nach auf den Widerstand einiger einflussreicher Modehändler, die lieber alleine mit den Marken und mit Farfetch sprechen und sich so gegenüber kleineren Stores Vorteile sichern.

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