Ein Kunde pro 10m² Verkaufsfläche

Bayern führt wieder Zugangsbeschränkungen ein

Imago / Sven Simon
Ministerpräsident Markus Söder hat am heutigen Freitag verkündet, wieder strengere Corona-Maßnahmen einführen zu wollen. (Archivbild)
Ministerpräsident Markus Söder hat am heutigen Freitag verkündet, wieder strengere Corona-Maßnahmen einführen zu wollen. (Archivbild)

Bayern hat angekündigt, die Corona-Regeln wieder deutlich zu verschärfen. Für den gesamten Handel soll es Zugangsbeschränkungen geben, die bei besonders hohen Inzidenzwerten noch einmal strenger ausfallen.

"Die Lage ist sehr ernst. Die Inzidenz steigt hoch und die Betten laufen voll. Vor allem Ungeimpfte sind betroffen. Es braucht jetzt Wellenbrecher. Das ist hart, aber uns treibt die Sorge um das Leben der Menschen. Bayern bleibt das Team Vorsicht", sagte Söder am Freitag auf einer Pressekonferenz. So sollen jetzt etwa Regeln wie 2G oder 2G+ für Friseure und Hochschulen gelten. Der Handel bleibe davon jedoch ausgenommen, heißt es.



"Dies ist ein wichtiger Erfolg unserer unermüdlichen Lobbyarbeit", vermeldet der Handelsverband Bayern. Allerdings muss sich der Handel dennoch auf weniger Frequenz einstellen. Wenn die neuen Regeln in Kraft treten − am 23.11. sollen sie vom Kabinett beschlossen werden − soll eine maximale Kundenanzahl von einem Kunden pro 10m² Verkaufsfläche gelten. Bei einer Inzidenz von über 1000 soll es nur noch ein Kunde pro 20m² Verkaufsfläche sein.

Wenn die neuen Regeln am Dienstag beschlossen werden sollten, könnten sie m darauffolgenden Mittwoch in Kraft treten und bis zum 15. Dezember gelten.

Pressekonferenz zur Corona-Lage in Bayern



Weitere Informationen zum Thema:
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