Einzelhandelsumsatzentwicklung: Gewinner und Verlierer

Corona-Krise beeinflusst Einzelhandel bereits im Februar nachhaltig

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf den Einzelhandel - das zeigte sich auch schon vor dem Shutdown im Februar. So stiegen die Einzelhandelsumsätze laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im zweiten Monat des Jahres real um 6,4% im Vergleich zum Vorjahr an. Der Bekleidungshandel verzeichnete allerdings keinen Zuwachs.

Im Gegenteil lagen die Umsätze im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren laut Destatis zu realen Preisen 1,4% unter dem Vorjahresergebnis. Allerdings war die Vorlage mit plus 3,8% verhältnismäßig hoch.

Im Februar - der mit 25 Verkaufstagen einen mehr als 2019 hatte - legten vor allem die Einzelhandelsumsätze mit Lebensmitteln zu. Sie stiegen um 7,8% (zu realen Preisen) bzw. 10,6% (zu nominalen Preisen) im Vergleich zum Vorjahr an.


Neben dem Lebensmittel-Einzelhandel verzeichneten Apotheken sowie Anbieter von kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten Zuwächse. Die Umsätze zu realen Preisen stiegen dort um 6,6%. An diesem Umsatzanstieg zeige sich recht deutlich der Einfluss der aufziehenden Krisensituation, so die Statistiker. Um 5,5% legten zudem die Einzelhandelsumsätze mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarfen zu.

Das größte Plus verzeichnete der Internet- und Versandhandel mit 11%. Diese Veränderungsrate ist laut Destatis in dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich und somit nicht eindeutig auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen.
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