Entlohnung der CEOs

Kering-Chef leistet Obolus in der Krise

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Kering-Chef François-Henri Pinault verzichtet auf einen Teil seines Gehalts.
Kering-Chef François-Henri Pinault verzichtet auf einen Teil seines Gehalts.

Einige Top-Manager in der Mode verzichten in der Covid-19-Krise auf Teile ihres Gehalts. Dazu zählt auch der Kering-Chef François-Henri Pinault. Allerdings macht die angekündigte Einbuße nur einen kleinen Teil seiner Gesamtvergütung aus.

Die Spitze der Kering-Gruppe reiht sich in die Serie an Top-Managern ein, die in der Covid-19-Krise auf Gehalt verzichten. Präsident und CEO François-Henri Pinault sowie Group Managing Director Jean-François-Palus gehen mit gutem Beispiel voran und nehmen 2020 Einbußen hin.


Kering-CEO Pinault verzichtet auf ein Viertel seines Fixgehalts und auf die variable Vergütung für 2020. Top-Manager Palus sagt sich von seinem Bonus los. Die neue Entlohnungsstrategie wird auf der Hauptversammlung des Luxuskonzerns den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt.

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Pinault und Palus setzen in erster Linie ein Signal der Solidarität. Denn das Fixgehalt und die jährliche variable Vergütung machen in beiden Fällen nur einen kleinen Teil der Vergütung aus. Im Geschäftsjahr 2019 verdienten Pinault und Palus respektive 17,6 Mio. Euro und 15,5 Mio. Euro. Bei Pinault belief sich das Fixgehalt auf 1,2 Mio. Euro, die variable Vergütung auf knapp 950.000 Euro. Bei Palus machten das Fixgehalt 1,2 Mio. Euro und die variable Vergütung knapp 1,7 Mio. Euro aus.

Der Großteil der Entlohnung entfällt auf ein Anreizprogramm, das über mehrere Jahre berechnet wird. Es basiert auf Wertpapieren, die Aktienoptionen ähneln. Kering nennt sie Kering Monetary Units oder kurz KMUs. Sie werden in bar ausgezahlt, sofern das Unternehmen bestimmte Ziele erreicht. Das wird an Kennziffern wie der Eigenkapitalrendite und dem Cash-flow festgemacht.

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Die Covid-19-Pandemie hat Kering hart getroffen. Für die ersten drei Monate kündigt die Gucci-Mutter ein wechselkursbereinigtes Minus von 15% an. Berücksichtigt man Währungsschwankungen, beträgt das Minus 13 bis 14%. IAnalysten wie die Beratungsgesellschaft Bain & Co. und die US-Investmentbank Goldman Sachs sagen der Branche einen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr von 30% und mehr voraus.

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