Entrümpelung wird drei Monate dauern

Galeria Karstadt Kaufhof lässt bei Auszug gesamte Einrichtung zurück

Koerfer'sche Verwaltungsgesellschaft
Die Koerfer'sche Verwaltungsgesellschaft hat ihrem ehemaligen Mieter Galeria Karstadt Kaufhof nur einen kleinen Teil dessen, was dieser einfach in der Immobilie in der Kettwiger Straße in Essen zurückgelassen hatte, medienwirksam vor die Firmenzentrale fahren lassen.
Die Koerfer'sche Verwaltungsgesellschaft hat ihrem ehemaligen Mieter Galeria Karstadt Kaufhof nur einen kleinen Teil dessen, was dieser einfach in der Immobilie in der Kettwiger Straße in Essen zurückgelassen hatte, medienwirksam vor die Firmenzentrale fahren lassen.

Vor Wochen hat Galeria Karstadt Kaufhof die Kaufhof-Filiale am Essener Hauptbahnhof geschlossen, die Einrichtung aber einfach nicht mitgenommen. Der Vermieter, die Koerfer'sche Verwaltungsgesellschaft, entschied sich daher für eine spektakuläre Aktion und ließ Schaufensterfiguren und Sale-Schilder vor der Essener Konzernzentrale abladen. Da war aber nur ein kleiner Teil der Einrichtung, da die gesamte Entrümpelung drei Monate dauern dürfte, wie Oliver Berief, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Koerfer-Gruppe, im Gespräch mit der TW berichtet.

Zurückgelassen wurde laut dem Vermieter bis auf die Ware im Prinzip das gesamte Warenhaus, von der Dekoration bis hin zu den Kassen. Die Räume seien vom Volumen her zu 90% gefüllt, heißt es von Oliver Berief. "Wir haben drei Monate veranschlagt, um das Gebäude zu entrümpeln", sagt er. Berief räumt zwar ein, dass das Vorgehen von GKK gemäß Insolvenzrecht richtig sei, dennoch hätte er sich nach einer langjährigen Partnerschaft ein anderes Verhalten gewünscht. Das Mietverhältnis bestand seit 1977.

Ehemalige Kaufhof-Filiale in Essen: So sieht es nach dem Auszug aus


Zudem sei viel getan worden, um den Mietvertrag zu erhalten. Im Sommer sei die Koerfer'sche Verwaltungsgesellschaft nach langen externen Verhandlungen noch zuversichtlich gewesen, weiterhin mit GKK zusammenarbeiten zu können. Das Aus sei in Anbetracht dessen relativ plötzlich gekommen.

Mit der aufmerksamkeitsstarken Aktion wollte der Vermieter nun seinem Unmut Luft machen. Aber: "Wir haben bewusst nichts abgekippt, was hätte kaputt gehen können", betont Berief. Man habe lediglich ein Zeichen setzen und keinen Müll produzieren wollen. "Und eigentlich gehört das alles ja auch noch GKK", fügt Berief hinzu.
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