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Weniger Geld für das Top-Management, mehr Geld für die Kurzarbeiter

Luxottica
Firmensitz von Luxottica
Firmensitz von Luxottica

Wegen der Covid-19-Krise schicken viele Firmen ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit. In Italien bringt das zum Teil erhebliche Gehaltseinbußen mit sich. Der Brillenhersteller Luxottica gibt ein Signal. Die Führungsmannschaft übt Verzicht, der Lohn der Belegschaft wird aufgestockt.

Der Brillenhersteller Luxottica setzt in Zeiten von Covid-19 ein Zeichen für die Solidarität innerhalb des Unternehmens. Die Führungsriege um CEO Francesco Milleri verzichtet freiwillig auf bis die Hälfte ihres Gehalts. Dafür wird im Gegenzug das Entgelt der Mitarbeiter, die in Kurzarbeit sind, auf 100% aufgestockt. Die Angestellten, die nicht von zu Hause arbeiten können, sondern ins Büro kommen müssen, erhalten einen Zuschlag von 500 Euro netto im Monat.


Zudem trifft Luxottica bereits Weichenstellungen für die Zeit nach Covid-19. Das Unternehmen verkürzt die Sommerpause. Statt drei Wochen werde die Firma im August nur eine Woche rund um das Ferragosto-Wochenende geschlossen bleiben. Nichtsdestotrotz stünden allen Mitarbeiter zwei Wochen Sommerurlaub zu, teilte Luxottica mit.

Die Coronavirus-Pandemie hat Italien besonders hart getroffen. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Regierung um Premierminister Giuseppe Conte drastische Restriktionen verhängt. Die Bürger sind angehalten, zu Hause zu bleiben. Die meisten Läden und Fabriken sind geschlossen. Die Sperrfrist läuft bis zum heutigen Freitag. Es steht aber schon fest, dass sie bis nach Ostern verlängert wird.

Damit die Firmen den verordneten Stillstand überstehen, hat die Regierung ein Hilfspaket im Umfang von 25 Mrd. Euro verabschiedet. Eines der Hauptelemente ist die Kurzarbeit, auf Italienisch Cassa Integrazione genannt. Das Instrument erlaubt es Firmen, Mitarbeiter auf Kosten des Staates freizustellen. Allerdings müssen die freigestellten Mitarbeiter hohe Gehaltseinbußen hinnehmen.

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