Forderung nach besseren politischen Rahmenbedingungen

Klimaschutzorganisation German Zero und 30 Unternehmen ermahnen die Politik

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German Zero hat zur Bundestagswahl ein ressortübergreifendes Gesetzespaket aufgesetzt, mit dem Deutschland bis 2035 seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen könnte. Als Symbol für Klimaneutralität stellten die Aktivisten vor dem Reichstag eine überdimensionale Waage auf.
German Zero hat zur Bundestagswahl ein ressortübergreifendes Gesetzespaket aufgesetzt, mit dem Deutschland bis 2035 seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen könnte. Als Symbol für Klimaneutralität stellten die Aktivisten vor dem Reichstag eine überdimensionale Waage auf.

Appell an die Politik: Die Klimaschutzorganisation German Zero und 30 Unternehmen fordern bessere politische Rahmenbedingungen, um der Klimakrise in der Wirtschaft zu begegnen. Sie wünschen sich klare Klimaschutzziele.

"Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Nach dem aktuellen Stand der Forschung muss unser Land dafür bis 2035 klimaneutral werden. Doch bis heute hat die Politik die Weichen nicht dafür gestellt", kritisiert German Zero. Die Organisation selbst hat gerade erst einen eigenen Katalog mit 200 Maßnahmen für den Klimaschutz auf über 540 Seiten veröffentlicht.

Aus der Textilbranche bei der Kampagne mit dabei sind Armedangels und Vaude. Außerdem Unternehmen wie Whirlpool und Mymüsli und der Autor Frank Schätzing. "Viele Unternehmen sehen den Klimaschutz als Grundlage für neue Produkte, Arbeitsplätze und Innovationen, für die dringend eine rechtliche Grundlage geschaffen werden muss, damit die Transformation der Wirtschaft gelingt", so Julian Zuber, Geschäftsführer von German Zero.

Die beteiligten Unternehmen bekennen sich zum #GutesKlimaGesetz von German Zero. Darin fordert die NGO die Umgestaltung der CO2-Bepreisung, klimaneutrale Industrieanlagen sowie die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und der Unternehmen in der Transformationsphase.

Die Aktion wird zudem vom Kölner Außenwerber Ströer unterstützt, mit deutschlandweiter Reichweite über digitale Screens. In der zweiten Phase der Kampagne sollen die Managerinnen und Manager zu Wort kommen. "Während die Parteien sich beraten, wollen wir deutlich machen, dass die Klimakrise sich nicht verhandeln lässt. Die Wirtschaft fordert ein klares Bekenntnis zu 1,5°C und damit verbundene klare rechtliche Rahmenbedingungen", so Vaude-Chefin Antje von Dewitz.
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