Frequenzentwicklung März 2020

Deutliche Abwärtsbewegung

imago images / Jan Huebner
Wie leergefegt. Die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an Tag 6 des Kontaktverbots.
Wie leergefegt. Die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an Tag 6 des Kontaktverbots.

Seit dem 18. März haben die Non-Food-Einzelhändler in Deutschland ihre Türen geschlossen. Welche Auswirkungen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus - neben dem Shutdown auch die Kontaktbeschränkung - auf die Besucherfrequenzen in den Innenstädten hat, zeigen die Zahlen des Frequenzmessungsunternehmen Hystreet für den März.

Die Zeil in Frankfurt/Main, die Schildergasse in Köln und die Neuhauser Straße in München gehören zu den frequenzstärksten Innenstadtlagen in Deutschland. Spätestens seit dem 18. März sind dort liegende Non-Food-Läden geschlossen.

Doch nicht nur deswegen sind wohl sehr viel weniger Leute als sonst unterwegs: Viele Arbeitnehmer arbeiten mittlerweile zu Hause, Bundes- und Landesregierungen haben dazu aufgerufen, soziale Kontakte soweit wie möglich zu minimieren und das Haus möglichst nicht zu verlassen. All dies spiegelt sich deutlich in der Frequenzentwicklung im März wider. Wie stark der Einbruch war, zeigt eine exklusive TW-Auswertung der Daten von Hystreet für den März.

7. März: besuchstärkster Tag

Dabei konzentriert sich die TW auf die drei Shoppingstraßen: Zeil, Neuhauser Straße und Schildergasse. Der besucherstärkste Tag war der erste Samstag im Monat. Trotz zum Teil regnerischen Wetters wurden in allen drei Innenstadtlagen an diesem Tag mehr als 100.000 Besuche gezählt. Seit diesem Tag weist die Kurve nach unten. Schon am darauffolgenden Samstag - als es offiziell noch keinen Shutdown gab - waren deutlich weniger Leute in den Innenstädten unterwegs. Dies lässt sich wohl aber schon auch auf die zunehmende Berichterstattung zum Thema Corona zurückführen.

Frequenzentwicklung März 2020

Am Montag vor den offiziellen Schließungen gingen die Besucherzahlen dann noch einmal kurz nach oben, lagen aber an allen drei betrachteten Standorten unter dem Niveau vom Montag der Vorwoche. Alleine in Frankfurt wurden 16% weniger Besuche gezählt als noch sieben Tage zuvor.

Wie groß der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Besucherzahlen ist, lässt sich auch beim Vergleich mit den Februarfrequenzen sehen: An fast allen Februar-Samstagen waren in den Innenstädten mehr Besucher unterwegs als an dem besucherstärksten Tag im März.
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