Fulfillment vorrangig für Grundnahrungs- und Sanitätsartikel

Amazon priorisiert: massiver Einschnitt für Marktplatzhändler

Jetzt auch in Deutschland. Nachdem sich Amazon, wie berichtet, in den USA auf die Auslieferung stark nachgefragter Grundnahrungs- und Sanitätsartikel konzentriert hat, limitiert der Online-Retailer nun auch hierzulande das Fulfillment für andere Güter. Das hat massive Auswirkungen auf Marktplatzhändler.

Nicht dringend benötigte und daher seltener bestellte Produkte werden nachrangig behandelt und später ausgeliefert. Mehr noch: Seller, die Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen, können Produkte, die nicht von Amazon priorisiert sind, aktuell nicht mehr an die Lager liefern.

Die Krux: Ausbleibende und spätere Lieferungen wirken sich in den automatisierten Lagern negativ auf den so genannten Inventory Performance Index aus. Händler werden folglich heruntergestuft, und das wiederum wirkt sich negativ auf die Platzierung bei den Suchergebnissen aus.
Amazon hat offensichtlich noch keine Lösung für das Problem gefunden und ruft die Händler auf der Plattform lediglich auf, wo möglich, auf Eigenversand umstellen. In einer Email an die Seller heißt es: „Die neue Regelung gilt ab heute bis zum 5. April 2020. Wir werden Sie informieren, sobald wir wieder den regulären Betrieb aufnehmen. Uns ist bewusst, dass dies Auswirkungen auf Ihr Geschäft hat, und wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis, dass wir die oben genannten Produkte für unsere Kunden vorübergehend priorisieren."
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