Schließen
The Spin
What you need to know in global fashion. Sign up now!
 
GermanFashion will gemeinsamen Weg

„Generelle Stornierungen sind unrealistisch”

Seidensticker
GermanFashion-Präsident Gerd Oliver Seidensticker plädiert für kreative Ideen und ein Miteinander von Handel und Industrie.
GermanFashion-Präsident Gerd Oliver Seidensticker plädiert für kreative Ideen und ein Miteinander von Handel und Industrie.

Stornierungen der nächsten Liefertermine wie sie vom Handel jetzt massiv eingefordert werden, lösen das Problem nicht. Davon ist der Modeverband GermanFashion überzeugt. Es sei verständlich, dass viele Händler angesichts der bundesweiten Schließung der Modeläden ihre Existenz in Gefahr sehen und nun die Hersteller in die Pflicht nehmen wollten.


"Die Forderungen nach generellen Stornierungen sind nicht realistisch und nutzen mittelfristig niemandem", sagt GermanFashion-Präsident Gerd Oliver Seidensticker. Das Problem werde in der Kette nur weitergereicht und bringe den Händlern unterm Strich keine Vorteile. "Im schlimmsten Fall werden langjährige Geschäftsbeziehungen in Gefahr gebracht", so Seidensticker.

Er appelliert, das Probelm gemeinsam anzugehen. "Es wird ein Ende der Krise geben und wir müssen uns bereits heute Gedanken machen, wie wir dann, vermutlich schon zu Sommer, wieder geordnet starten können." Eine Idee wäre, die kommenden Liefertermine neu zu strukturieren.



Die Industrie geht, wie berichtet, sehr unterschiedlich mit den Forderungen des Handels um. Viele liefern gar nicht mehr aus, andere geben großzügige Valuta, wieder andere sehen sich nicht in der Lage, die Lieferungen und damit auch die Zahlungen komplett auszusetzen und plädieren für eine enge Kommunikation.

stats