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Hachmeister+Partner

13 Punkte-Plan für stationäre Händler in der Corona-Krise

imago images / Ralph Peters
Vorübergehend geschlossen: Hachmeister + Partner hat einen 13-Punkte-Plan für stationäre Händler veröffentlicht.
Vorübergehend geschlossen: Hachmeister + Partner hat einen 13-Punkte-Plan für stationäre Händler veröffentlicht.

Die stationären Modeläden müssen für mehrere Wochen schließen. Was ist jetzt zu tun? Die Bielefelder Unternehmensberatung Hachmeister+Partner (H+P) hat für ihre Kunden einen Übersicht aufgestellt, was die wichtigsten Handlungsfelder sind. Die TextilWirtschaft dokumentiert die wichtigsten Punkte.

"Die Pandemie stellt uns alle vor eine harte Probe und große Herausforderungen. Und so haben wir alle wohl ein paar Tage hinter uns, an denen wir uns mit Themen beschäftigen mussten, die wir noch vor Kurzem nicht für denkbar gehalten haben", heißt es in dem Sondernewsletter zur Corona-Krise, der von allen Partnern der Unternehmensberatung unterschrieben ist.

Diese reichten vom kurzfristigen Handlungsbedarf im Rahmen der Schließungen bis zu grundsätzlichen Fragen und Unsicherheiten, wie die Pandemie sich noch darüber hinaus auf den Konsum von Mode auswirken wird. So schließt die Mail mit dem Wunsch, "dass die massiven Maßnahmen effektiv und kurz sind und dass sich in den Wochen danach, wie auch schon nach anderen Krisen, eher ein Effekt des 'Sich-Gönnen-Wollens' und Nachholens einstellt als der Konsumzurückhaltung."

Diese 13 Handlungsfelder hat H+P für den stationären Multilabel-Handel identfiziert:

• Aufsetzen eines Corona-Krisenmanagements mit kurzen Entscheidungswegen

• Vorbereitung der unterschiedlichen Unternehmensbereiche (Verkaufsflächen, Logistik, Finanzierung etc.) auf den Shut-Down inklusive Abwägung arbeitsrechtlich möglicher Schritte (Kurzarbeit etc.) und Freiwilligen-Programm

• Schaffung effizienter Möglichkeiten des mobilen Arbeitens für alle Funktionsbereiche, in denen das möglich ist

• Entscheidungen und Absprachen rund um kurzfristige Auftragsstornierungen und Rechnungen

• Maßnahmen entlang der Supply Chain, um diese einerseits an die kurzfristigen Umsatzausfälle anzupassen und andererseits zukünftige Lieferfähigkeit sicherzustellen

• Aufsetzen einer Szenario-Planung unterschiedlicher Schließungs- und Absatzverläufe inklusive ihrer Konsequenzen für finanzwirtschaftliche als auch warenwirtschaftliche Handlungsbedarfe für Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter

• Prüfung der Liquidität nach den jeweiligen Szenarien, des Zugangs zu möglichen staatlichen Hilfen und der Möglichkeiten bestehender Finanzpartner

• Unterstützung und Bindung der Mitarbeiter durch angemessene Kommunikation und Maßnahmen

• Endkunden-Kommunikation zur Sicherstellung, dass „nur“ Umsätze und nicht auch die Kunden verloren gehen

• Prüfung sämtlicher Einsparpotenziale (Mieten, Marketing, Sachkosten, etc.)

• Prüfung von Aufwandstreibern, die für das zweite Halbjahr geplant waren, und nun vorgezogen werden können

• Aufstellung einer Pricing-Strategie für die Zeit nach den Schließungen (Wann wie hoch reduzieren?)

• Vorbereitungen für die Zeit nach der Krise
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