Strategie des Hosenspezialisten

Hiltl: Neuausrichtung mit Casual-Offensive

Christine-Sommerfeldt.de

Erst Insolvenz, dann der Einstieg des Investors Lorea AG: Jetzt fährt Hiltl-Chef Gerhard Kränzle auf Wachstums- und Modernisierungskurs.

Das strategische Hauptaugenmerk der wachstumsorientierten Maßnahmen liegt in den kommenden Monaten auf der erfolgreichen Marken- und Produktentwicklung. Es gilt, die Hiltl-Hose als Premium-Produkt bei einer modernen Zielgruppe mit Qualitätssinn und Werteanspruch bekannt zu machen. Gelingen soll das mit der bereits eingeleiteten Casual-Offensive: Zur Ordersaison FS 2022 erfolgt die Einführung der neuen Markenlinie D’CADE DENIM. Ab nächsten Sommer sind Jeans im Upper-Premium-Bereich integraler Bestandteil des Portfolios. Dabei überzeugt die authentische Kollektion mit Inch-Größen und Nachversorgungsplan. Das signifikante und hochwertige Detailkonzept umfasst mit Regular, Slim und Tapered insgesamt drei Fits und ca. 30 Optionen. Hohe Qualität, authentische  Waschungen und herausragender Komfort: Getreu dem Motto »Made to last for decades« soll der Grundstein für die strategische Positionierung von D’CADE DENIM gelegt werden.

Evolution der Tradition

Kränzle will Hiltl ab sofort als Premiumanbieter mit System etablieren und mit der neuen Kollektion die Brücke zwischen alten und neuen Modellen schlagen und zeitlose Klassiker mit der Kombination aus natürlichen und technisch-ausgefeilten Materialien in die modische Gegenwart holen. Einen zentralen Stellenwert nimmt dabei die noch für dieses Jahr geplante Brandkampagne ein: Hierfür hat sich das Unternehmen mit Punkt & Komma GmbH und elements.at New Media Solutions GmbH eine der führenden österreichischen Digitalagenturen ins Boot geholt. Gemeinsam wurden bereits viel Zeit und Entwicklungsarbeit in authentisches Storytelling und den idealen Marketing-Mix gesteckt. Zudem wird eine neue Produktzyklik erarbeitet, in enger Kooperation mit strategisch ausgewählten Händlern und Partnern.
2,1 Mio. Euro werden in den nächsten Monaten in die Modernisierung des Headquarters in der Oberpfalz investiert werden, dazu gehört auch die Integration des Hiltl-Ateliers. Die Schweizer Lorea AG befindet sich zum Teil im Besitz von Christoph Swarovski, einem Urenkel des Firmengründers Daniel Swarovski.



Dieser Text erschien zuerst auf www.textilzeitung.at.

stats