Highsnobiety-Macher David Fischer über das neue Travel Retail-Konzept

"Shopping für den Cultural Pioneer am Flughafen"

Highsnobiety

Weniger wahlloses Kreisen im Duty Free, mehr Erlebnis und Entertainment: In diesen Tagen eröffnet Highsnobiety sein auf sechs Monate angelegtes, innovatives Travel Retail-Konzept am Züricher Flughafen. Ziel sei es, dass Reisende für das Shoppingerlebnis eine halbe Stunde früher an den Flughafen kämen, sagte Macher David Fischer bei der Ankündigung. Zum Start haben wir mit ihm gesprochen − über attraktive Marktplätze und die künftige Bedeutung des Airport-Shoppings.

TextilWirtschaft: Warum steigen Sie in den Travel Retail ein?
David Fischer: Unsere Community verbringt viel Zeit am Flughafen, jedoch ist uns aufgefallen, dass es nichts am Flughafen gibt, was auch nur annähernd auf diese Zielgruppe zugeschnitten ist. Keine Erlebnisse, keine Store-Konzepte und zum Großteil sind noch nicht einmal die relevanten Marken der Zielgruppe präsent am Flughafen. Wir haben also eine riesengrosse Chance gesehen, das richtige Shopping- und Experience-Konzept für den Cultural Pioneer am Flughafen zu schaffen.

Warum der Flughafen in Zürich?
Der Flughafen Zürich kam proaktiv auf uns zu und hat uns gebeten, ein Pop-up-Store-Konzept für sie zu entwickeln. Der Flughafen ist bekannt dafür innovativ und kreativ zu sein, außerdem natürlich auch sehr hochwertig und Luxus-orientiert. Aus diesen ersten Gesprächen ist dann letztendlich Gatezero entstanden.

Gatezero: Das Store-Konzept von Highsnobiety am Flughafen Zürich



Inwiefern unterscheidet sich Gatezero von herkömmlichen Airport Stores?
Es ist unvergleichlich. Beim Interior angefangen, welches wir zusammen mit Brinkworth entwickelt haben, bis hin zum Marken- und Kategorie-Mix, es ist ein noch nie dagewesenes Shopping-Erlebnis am Flughafen.

Was charakterisiert den Sortimentsmix?
Wir haben Luxusmode, Streetwear, Fragrances, Collectibles und Gadgets, Bücher und Magazine und auch ein eigenes Highsnobiety-Produktsortiment im Store.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Brands ausgewählt, die dabei sind?
Wir haben Marken gewählt, welche besonders relevant in der Highsnobiety-Welt sind und welche noch so gut wie nicht vertreten sind im Airport-Kontext.

Waren die Brands bei der Idee Airport-Store gleich dabei oder war es schwierig, sie ins Boot zu holen?
Brands waren extrem positiv und begeistert, endlich ihre Produkte in einem hochwertigen, jungen und relevanten Kontext zeigen zu können. Der Zuspruch der Marken hat uns überhaupt so positiv auf das ganze Thema gestimmt.

Welche Besonderheiten kennzeichnen das Interieur von Gatezero?
Das Interieur wurde von Brinkworth entwickelt, welche auch Store-Interiors für Rapha und Supreme entwerfen. Wir wollten mit Gatezero einen modernen Concept Store kreieren, der es uns erlaubt, ständig neue Erlebnisse in dem Space zu bauen. Gatezero hat eine kuratierte Shopping Area und einen Experience Space, welcher von Marken mit eigenem Interior bespielt werden kann. Generell soll sich der Besuch bei uns nie gleich anfühlen und immer voller Überraschung und Inspiration sein.

Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen?
Wir wollen uns selbst damit ansprechen, Menschen, die wir heute über Highsnobiety erreichen. Einen jungen, meinungsmachenden, globalen Konsumenten, welcher auch viel Zeit am Flughafen verbringt.

Was macht Airport-Shopping so attraktiv?
Menschen verbringen relativ viel Zeit am Flughafen, bevor sie ihre Reise antreten müssen und wollen in dieser Zeit entertained werden.

Warum ist Gatezero zeitlich begrenzt?
Gatezero ist in Zürich erst einmal begrenzt, aber das wird sich bald ändern. Mehr News dazu sehr bald.

Können Sie sich vorstellen, das Konzept auf andere Flughäfen zu multiplizieren?
Absolut, der Zuspruch des Konzepts ist global groß.

Welche Rolle spielt Airport-Shopping in Pandemie-Zeiten?
Momentan sind Flughäfen natürlich nicht so busy wie unter normalen Umständen. Nichtsdestotrotz wissen wir, dass sich das mittelfristig auch wieder ändern und der Flughafen ein hochattraktiver Marktplatz bleiben wird.
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