Ifo-Geschäftsklimaindex: Wirtschaft unter Schock

Massiver Stimmungseinbruch in der Modebranche


Die Coronavirus-Pandemie und der damit verbundene Shutdown weiter Teile des wirtschaftlichen Lebens hat zu einem noch nie dagewesenen Stimmungseinbruch geführt. Das zeigt der Ifo-Geschäftsklimaindex für den Bekleidungs- und Schuheinzelhandel.

Vor allem die Aussichten auf die künftige Geschäftsentwicklung haben sich verdüstert. So pessimistisch wie jetzt haben die Bekleidungshändler schon lange nicht mehr auf die Geschäftsentwicklung der kommenden Monate geblickt. Der Indexwert von minus 67,8 ist der schlechteste Wert seit Mai 2003. Damals hatten Börsenflaute und Rekordinsolvenzen die deutschen Banken in die Krise gezogen, die Zahl der Arbeitslosen war auf einen der höchsten Stände seit der Wiedervereinigung geklettert.

TW

Schhuhhandel blickt so düster in die Zukunft wie nie

Neben der künftigen Geschäftsentwicklung, bewerten die Bekleidungshändler auch die aktuelle Geschäfts- und Umsatzlage deutlich schlechter als in den Vormonaten. Daraus resultiert ein Einbruch des Geschäftsklimas im Bekleidungshandel auf den niedrigsten Wert seit September 2008.

Ifo-Institut: Wirtschaft steht unter Schock

Ähnlich stellt sich die Entwicklung im Schuheinzelhandel dar. Das Geschäftsklima für diese Branche bricht auf den niedrigsten Wert seit September 2013 ein. Die Geschäftsaussichten sind so düster wie noch nie seit der Erhebung des Index seit Januar 1991.

"Die Wirtschaft steht unter Schock", konstatiert das Ifo-Institut für den Gesamtmarkt. So ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im März auf 86,1 Punkte eingebrochen, nach 96 Punkten im Februar. Das sei der stärkste jemals gemessene Rückgang im wiedervereinigten Deutschland und der niedrigste Wert seit Juli 2009.
stats