Ifo-Institut: Einbruch der Industrieproduktion

Modehersteller zeigen sich pessimistisch

Pessimismus auf breiter Front: Die deutsche Industrie erwartet in den kommenden drei Monaten einen massiven Nachfragerückgang. So ist der Ifo-Index der Produktionserwartungen um mehr als 20 Indexpunkte abgestürzt − das war der stärkste Einbruch seit Beginn der Umfrage 1991. Zum Vergleich: In der Weltfinanzkrise 2008 fiel der Index im November um 13,3 Punkte.

Es könnte allerdings noch schlimmer werden. „Vermutlich ist die Entwicklung noch unterzeichnet, weil die meisten Antworten bis Mitte des Monats März eingingen“, sagt der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. Das heißt zu einem Zeitpunkt, zu dem der Shutdown noch nicht abzusehen bzw. vollzogen war.

Auch die Hersteller von Bekleidung und Textilien zeigen sich im März deutlich pessimistischer als noch im Vormonat. Allerdings war der Stimmungsrückgang nicht ganz so stark wie bei den anderen Branchen. So sank der Produktionsindex bei den Herstellern von Textilien um 16 Indexpunkte auf minus 24 Punkte, bei den Herstellern von Bekleidung ging er um 12 Punkte auf minus 22 Punkte zurück.
Für diese Branchen sind das allerdings keine Negativ-Rekordwerte. Im Juni und Juli 2019 war die Stimmung bei den Bekleidungsherstellern mit einem Wert von mehr als minus 30 Punkten sogar noch schlechter gewesen.

Ifo-Produktionsindex März 2020

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