In München sind alle namhaften Häuser schon dabei

„Kauf lokal“ jetzt auch im Netz

Kauf Lokal
Die Münchner Initiative Kauf Lokal geht ins Netz.
Die Münchner Initiative Kauf Lokal geht ins Netz.

Die Münchner Initiative Kauf Lokal wird zum Marktplatz. Mit dem Pro Bono-Projekt soll das Online-Geschäft stationärer Händler gefördert werden, auch über die aktuelle Krise hinaus. Der Startschuss fiel mit Münchner Händlern, die Plattform soll aber bundesweit ausgebaut werden.

„Es geht darum, die Local Heroes zu unterstützen. Es geht um gemeinsame Werte und um das Qualitätsversprechen eines stationär geprägten, inhabergeführten Händlers – ob der nun in München sitzt oder in Hamburg“, sagt David Thomas, Initiator der Aktion Kauf Lokal, die das Portal gemeinsam mit der Agentur Norisk Group startete.


In München sind alle namhaften Händler schon dabei: von Hirmer und Sporthaus Schuster über Lodenfrey und Konen bis Käfer und Hugendubel. „Wir freuen uns sehr, gleich von Beginn an bei kauflokal.com mit dabei zu sein“, sagt Sporthaus Schuster-Geschäftsführer Rainer Angstl. „Natürlich geht es auch um zusätzlichen Umsatz für den Handel in dieser sehr schwierigen Zeit. Es geht aber auch darum, eine Möglichkeit für die Konsumenten zu schaffen, den lokalen, mittelständischen, familiengeführten Einzelhandel zu unterstützen, der ja ein stückweit auch die Einzigartigkeit einer jeden Stadt ausmacht. Große internationale Plattformen und Filialisten tun dies nicht. Somit geht es auch um ein solidarisches Miteinander.“
Kunden können durch verschiedene Produktwelten navigieren oder über den Store-Finder direkt Händler in ihrer Nähe suchen.
Kauf Lokal
Kunden können durch verschiedene Produktwelten navigieren oder über den Store-Finder direkt Händler in ihrer Nähe suchen.
„Als wir mit Kauf Lokal gestartet sind, haben wir 30 Unternehmen eingeladen, sich bei Hirmer zu präsentieren“, berichtet David Thomas. „Jetzt im März, kurz vor dem Shutdown, waren 130 Unternehmen in fünf teilnehmenden Häusern dabei.“ Unter anderem im Sporthaus Schuster. Dort hat sich auch Marketingleiter Konstantin Rentrop schon lange Gedanken darüber gemacht hat, wie man diese Initiative und die Marke „Kauf Lokal“ ins Digitale übertragen kann. „Denn ‚Kauf lokal‘ heißt nicht ‚Kauf nicht online‘“, so Rentrop, der sich gemeinsam mit Thomas um das Marketing des Pro Bono-Projekts kümmert.

„Wir stecken noch mitten in der Entwicklung und haben ganz viele Ideen, an welcher Stelle der Customer Journey dieser lokale Gedanke eine Rolle spielen kann“, so Thomas. „Wir werden kein zweites Amazon bauen, aber wir können uns ganz viele mögliche Touch Points vorstellen.“ Erst einmal gehe es jetzt drum, möglichst schnell das Sortiment lokaler Händler sichtbar zu machen und für einen Traffic auf der Seite zu sorgen. Dafür wurden unter anderem auch 400 Brands angeschrieben mit der Bitte um Unterstützung.

„Es geht um zweierlei: Zum einen sollen Artikel online verfügbar gemacht werden, zum anderen sollen die Läden im Netz sichtbarer werden. Schon jetzt sind über sieben Millionen Produkte dieser Shops auf dem Marktplatz verfügbar, wir verlinken direkt und kostenfrei auf die jeweiligen Onlineshops. So ist es nicht nur eine Hilfe während der Krise, sondern auch darüber hinaus.“ Thomas hat ein aktuelles Beispiel: „Ich habe die Tage einen bestimmten Beamer gesucht. Bei Google kommt man zu Amazon, Otto, etc. Bei meiner Suche über kauflokal.com bin ich zu Sauter in München gekommen.“

Bis Ende des Jahres werden Händler kostenfrei aufgeschaltet, das Onboarding übernehmen diese selbst. Die Prüfung, ob die Kriterien eingehalten werden, übernimmt Norisk in Absprache mit Thomas und Rentrop.

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