Intelligente Beschaffungsplattform

Warensteuerung in Zeiten instabiler Lieferketten

IMAGO / ANP

Es hängt. Vielerorten. Die verzögerten Lieferungen kosten den Handel Umsatz. Und sind damit neben Corona, hoher Inflation und Krieg in der Ukraine eine weitere Komponente, die diesen Saisonstart beeinflusst. Und Händler veranlasst, verstärkt nach Möglichkeiten zu suchen, um Ware nachzuziehen. Auch abseits der gelernten Pfade.

Geschlossene Produktionsstätten aufgrund von Corona-Ausbrüchen, Mangel an Vorprodukten oder Ausfall von Transportkapazitäten – diese Gemengelage führte schon in der Herbst-/Wintersaison 2021/22 zu Warenengpässen auf den Flächen und in den Logistikzentren. Das setzt sich jetzt fort: So zeigt eine Umfrage im TW-Testclub, dem teilnehmerstärksten Panel im stationären Modehandel, dass an 70% der Mode-POS Ware derzeit später ankommt als geplant. Und sich immerhin schon fast jeder zweite Befragte, nach Möglichkeiten umschaut, um Ware nachzuziehen.

„Angebot und Nachfrage passen derzeit einfach nicht zusammen. Normalerweise wären jetzt mindestens 20% mehr Ware da. Frühlingshaftes, Leichtes, Lockeres – das wird jetzt gesucht, aber wir haben zu wenig davon. Schätzungsweise 5 bis 10% könnten wir mehr umsetzen. Wir haben schon versucht, gut laufende Artikel nachzuziehen, aber das ist auch nur begrenzt möglich, weil sich viele Hersteller nicht mehr so viel Ware aufs Lager legen. Und jetzt auch vom Handel überrannt werden, weil viele sehr vorsichtig geordert haben und Ware brauchen. Von daher hat auch der Handel Mitschuld an der Situation“, sagt Andreas Streb vom Modehaus Streb. Hermann Honerbom, Inhaber vom Modehaus Cohausz in Borken, sieht vor allem die Unberechenbarkeit der Auslieferung als Herausforderung. „Die teilweise lückenhaften, verspäteten oder noch nicht erfolgten Auslieferungen sind ärgerlich und für unsere Kunden erklärungsbedürftig.“ Denn das Interesse an neuer Ware sei da.

MobiMedia, in Deutschland Vorreiter, wenn es um die Digitalisierung des Vertriebs geht, hat Quintet24 als intelligente Beschaffungsplattform in Zeiten instabiler Lieferketten weiterentwickelt. Und eine integrierte Softwareplattform aufgebaut, die allen Beteiligten - unabhängig von Verbundgruppenzugehörigkeit und Größe - Zugang zum Angebot der Industrie verschaffen soll.


„Eine intelligente Beschaffungsplattform für Europa (nicht nur) - mit intelligent integrierten Tools und benutzerfreundlichen Schnittstellen war gesucht. Zudem stand die Frage im Raum: Welche Möglichkeiten bieten virtuelle Vertriebsprozesse und die Präsentation der Waren in digitalen Showrooms mit Ordermöglichkeiten, integrierter Planung und Warensteuerung“, heißt es von MobiMedia. Die Anbieter der Industrie können ihre Offerten rund um die Uhr online verwalten. Händler mit geringen Barrieren nachziehen. Zeitnah, flexibel, transparent. Das muss Warensteuerung in diesen Zeiten leisten.
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