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Jahresbilanz von Sandro, Maje und Claudie Pierlot

„Die Kundenfrequenz in China bleibt extrem niedrig

SMCP
Die Gruppe, der die Labels Sandro (Foto), Maje, Claudie Pierlot und De Fursac gehören, stellt für die ersten drei Monate 2020 ein Umsatzminus von 20% in Aussicht.
Die Gruppe, der die Labels Sandro (Foto), Maje, Claudie Pierlot und De Fursac gehören, stellt für die ersten drei Monate 2020 ein Umsatzminus von 20% in Aussicht.

China lässt die Covid-19-Krise hinter sich. Doch die Rückkehr zur Normalität geht äußerst schleppend voran. Das belegen die Aussagen des Contemporary-Konzerns SMCP, dessen Geschäfte in China zwar wieder geöffnet haben, aber dennoch nur wenige Kunden bedienen.

Die französische SMCP-Gruppe kann sich der Covid-19-Pandemie nicht entziehen. Der Verbund, dem die Labels Sandro, Maje, Claudie Pierlot und De Fursac gehören, stellt für die ersten drei Monate 2020 ein Umsatzminus von 20% in Aussicht.


„Der Jahresauftakt war extrem anspruchsvoll“, sagte SMCP-CEO Daniel Lalonde. Der Konzern habe einen globalen Krisenstab aufgesetzt. Um genügend in der Kasse zu haben, habe SMCP seine Kreditlinie bei den Banken voll ausgeschöpft. Stand Mitte März verfüge der Konzern über 200 Mio. Euro an liquiden Mitteln. Nicht zwingend notwendige Investitionen seien verschoben worden, sagte Lalonde: „Ich vertraue auf die Stärke unseres Geschäftsmodells und auf unsere starken Marken.“

Während sich die Pandemie in Europa und den USA ausbreitet, kehrt die Region Asien-Pazifik langsam zur Normalität zurück. Die meisten SMCP-Stores in China, Hongkong und Macau hätten wieder geöffnet, teilte die Gruppe mit. „Dennoch ist die Frequenz in den Einkaufszentren trotz erster positiver Signale extrem niedrig.“ Das gelte auch für Südkorea und Australien. Anders sehe im Digitalen aus. „Im E-Commerce haben wir starke Ergebnisse erzählt“, teilte SMCP mit.

Die Ergebnisse des Contemporary-Verbunds, hinter dem der chinesische Textilkonzern Shandong Ruyi steckt, sind aufschlussreich, um abzuschätzen, wie sich Asien-Pazifik entwickelt. Denn der Verbund erwirtschaftet etwas weniger als ein Viertel seines Umsatzes in der Region und hat in den vergangenen Jahren insbesondere auf dem chinesischen Festland stark zugelegt.

Im Geschäftsjahr 2019 kletterte der Gesamtumsatz wechselkursbereinigt um 9% auf 1,13 Mrd. Euro. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug 174 Mio. Euro. Die Ebitda-Marge lag damit bei 15,4% des Umsatzes. Das sind 1,5 Prozentpunkte weniger als 2018. Auf die Marge drückten die Schwierigkeiten in Hongkong und höhere Preisnachlässe.

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