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Jubiläums-Party

100 Jahre Trigema: Helene Fischer rockt Burladingen

Trigema
Burladingen bebte: Rund eineinhalb Stunden sang Helene Fischer im Festzelt für die 1500 geladenen Gäste von Trigema.
Burladingen bebte: Rund eineinhalb Stunden sang Helene Fischer im Festzelt für die 1500 geladenen Gäste von Trigema.

Der "König von Burladingen" hatte gerufen - und 1500 geladene Gäste kamen. Mitarbeiter, Politiker - und Schlagerstar Helene Fischer: Trigema feierte sein 100jähriges Bestehen. Alleineigentümer Wolfgang Grupp bekam das Bundesverdienskreuz 1. Klasse.

Zwei Jahre lang hatte Grupp daran gearbeitet, Helene Fischer ins Festzelt zu bekommen - und dafür mutmaßlich einen mittleren sechsstelligen Betrag bezahlt. Er habe seinen Mitarbeitern halt etwas besonderes bieten wollen, sagte er - und überwies jedem, der seit mehr als sechs Monaten für ihn arbeitet, gleich noch 1000 Euro extra.

Festakt mit Helene Fischer: 100 Jahre Trigema



Die Mitarbeiter hätten der Firma schließlich "in all den Jahren die Treue bewiesen und sie mit großem Fleiß begleitet und haben uns auch in schwierigen Stunden nicht im Stich gelassen."

Mehr als eineinhalb Stunden lang sang Helene Fischer für sie - obwohl der Schlagerstar derzeit eigentlich eine Auftrittspause zelebriert.

Auch wenn die Grupps selbstverständlich beim Jubiläum als Familie - mit Tochter Bonita (30), Sohn Wolfgang junior (28) und Ehefrau Elisabeth - auftraten, stand doch wieder einmal Wolfgang Grupp besonders im Mittelpunkt. Das Lob kam nach einem halben Jahrhundert an der Spitze des letzten Textilherstellers in Burladingen parteiübergreifend: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sprach von einer "grandiosen Leistung" und forderte "mehr Grupps für Deutschland". Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Mitglied der Grünen, nannte Wolfgang Grupp ein Vorbild, lobte dessen Disziplin, gradlinige Haltung und sein Bekenntnis zur Verantwortung. Der MP verlieh Grupp, der ausschließlich in Deutschland produziert, das Bundesverdienstkreuz.

Und Günther Oettinger, EU-Kommissar mit CDU-Parteibuch, beschrieb Grupp als gleichmaßer exzellent wie exzentrisch.

Grupp antwortete auf seine Weise: Die Lobredner mögen doch noch ein wenig warten und es mit dem Lob nicht übertreiben. Er habe schließlich weder abgedankt, noch sei er tot.

Zur Frage, ob irgendwann Bonita oder Wolfgang jun. die Leitung des Unternehmens vom Vater übernehmen werden, gab es auch am Buffett von Käfer keine neuen Erkenntnisse.
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