Kapitalmarkt

Italiens Notenbank steigt bei Moncler ein

Moncler
One House, Different Voices: Moncler Genius
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Die Zentralbanken kaufen nicht nur Anleihen, sondern sind auch auf den Aktienmärkten aktiv. Die Banca d'Italia hat sich einen Anteil an der Luxusmarke Moncler gesichert. Auch ein Staatsfonds aus Singapur hält Anteile. Größter Gesellschafter bleibt der Chef.

Die Luxusmarke Moncler hat einen neuen illustren Gesellschafter. Die italienische Zentralbank hat sich bei dem Mailänder Unternehmen, das von CEO Remo Ruffini geführt wird, eingekauft. Laut einer Pflichtmitteilung hält die Banca d’Italia nun knapp 1% des Aktienkapitals.


Ebenfalls Gesellschafter ist der Staatsfonds GIC aus Singapur mit 1,6%. Größter Einzelaktionär ist Ruffini mit knapp 23%, gefolgt von der US-Fondsgesellschaft Blackrock mit 5%. Der Einstieg der Banca d’Italia geht aus einer Notiz der italienischen Börsenaufsicht Consob hervor.

Mailand Fashion Week: Moncler H/W 2020/21

Moncler ist eine der großen Erfolgsgeschichten der jüngeren Vergangenheit. CEO Ruffini hat einen Anbieter von Daunenjacken in eine globale Luxusmarke verwandelt. Im Geschäftsjahr 2019 kletterte der Umsatz wechselkursbereinigt um 13% auf 1,63 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen kletterte auf rund 575 Mio. Euro, was einer Ebitda-Marge von über 35% entspricht.

Allerdings ist auch Moncler von der Covid-19-Pandemie betroffen. Wie groß die Einbußen sind, wird sich in den Zahlen für das erste Quartal wiederspiegeln. Die Luxusmarke legt sie am 22. April vor. Dann findet auch die Hauptversammlung statt, auf der die Bilanz für 2019 verabschiedet wird.

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