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Karl For Ever

Große Gedenkfeier für Karl Lagerfeld im Grand Palais

Luc Castel and Julio Piatti
2500 Gäste kamen zum Gedenken an Karl Lagerfeld ins Pariser Grand Palais.
2500 Gäste kamen zum Gedenken an Karl Lagerfeld ins Pariser Grand Palais.

Vier Monate liegt der Tod von Karl Lagerfeld zurück. Jetzt hat sich die Mode- und Promiwelt in Rahmen einer großen Feier von ihm verabschiedet.

An einer der wichtigsten Stätten seines Wirkens, dem Grand Palais in Paris, kamen 2500 Gäste zum Gedenken an ihn unter dem Motto „Karl For Ever” zusammen. Organisiert wurde die spektakuläre Feier in einer konzertierten Aktion von den Häusern Chanel, Fendi und Karl Lagerfeld, für die der Designer bis zu seinem Tod im Februar tätig war.

Gedenken an Karl Lagerfeld: Karl For Ever im Grand Palais

Als Zeremonienmeister haben sie den renommierten kanadischen Theater- und Opernregisseur sowie Ausstellungs-Szenographen Robert Carsen engagiert. So glich die Feier dann auch keiner der sonst üblichen Gedenkfeiern mit Rednern, sondern war vielmehr ein künstlerisches Ereignis. „Wie feiert man Karl Lagerfeld, einen der komplexesten und talentiertesten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts? Wie feiert man diesen ‚Mann der Renaissance’, der seiner Zeit immer voraus war, sich dabei von der Vergangenheit inspirieren ließ und trotzdem nur in die Zukunft blickte? Durch eine Collage aus Videos, die im Verlauf seines Lebens entstanden sind und in die mehrere kurze Interviews von zahlreichen Persönlichkeiten eingeblendet werden, die ihm in seinem Leben nahe standen, die er inspiriert hat oder mit ihm in den unterschiedlichsten Bereichen zusammengearbeitet haben. Und vor allem dank der Beiträge der Schauspieler, Musiker und Tänzer, deren Arbeit er bewundert hat, die seine Freunde waren und die einen Teil der Musik und Literatur, die er so geliebt hat, interpretieren werden”, erklärte Robert Carsen im Vorfeld der Veranstaltung.

So lasen die Schauspielerinnen Tilda Swinton, Fanny Ardant, Cara Delevingne und Helen Mirren, allesamt Freunde Lagerfelds, aus den Werken seiner Lieblingsautoren Virginia Woolf, Stéphane Mallarmé, Colette und Edit Sitwell. Auf der Bühne waren außerdem der Tänzer Lil Buck, der Geiger Charlie Siem, der ein Stück von Paganini spielte, einem der Lieblingskomponisten von Lagerfelds Mutter Elisabeth, der argentinische Choreograph German Cornejo mit einer Tango-Darbietung mit 17 Tänzern, Pharrell Williams und der weltberühmte chinesische Pianist Lang Lang, der auf dem von Lagerfeld zum 150. Geburtstag von Steinway entworfenen Flügel Chopin spielte. Zu sehen waren außerdem 56 gigantische Porträts, die im Laufe seines Lebens entstanden sind.

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