Läden dicht – Katag-Appell

„Schickt den Händlern keine Ware mehr”


Katag
Daniel Terberger, Vorstandsvorsitzender der Katag AG: „Wir bitten Sie, ab morgen bis Ende April keine weiteren Waren mehr an unsere Katag-Händler zu versenden.“
Daniel Terberger, Vorstandsvorsitzender der Katag AG: „Wir bitten Sie, ab morgen bis Ende April keine weiteren Waren mehr an unsere Katag-Händler zu versenden.“

Der Modehandel steht vor flächendeckenden Schließungen. Die Katag AG appelliert in einem Brandbrief an die Industrie, keine Ware mehr zu senden – „und auch keine Rechnung“.

Erst Bayern, jetzt das ganze Land. Der Modehandel muss sich ab dieser Woche auf die komplette Schließung seiner Läden einstellen. Es schrillen die Alarmglocken.

Die Katag AG hat reagiert und einen dringenden Appell an die Partner in der Industrie verschickt: „Wir bitten Sie, ab morgen bis Ende April keine weiteren Waren mehr an unsere Katag-Händler zu versenden und zu fakturieren – auch um unnötige und kostspielige Annahmeverweigerungen zu vermeiden.“

Die Lage im Handel habe sich binnen weniger Stunden und mit der jüngsten Empfehlung der Bundesregierung zur Schließung von Läden zugespitzt, sagt Vorstandschef Daniel Terberger, man müsse schnell und effektiv reagieren. Er habe das gesamte Wochenende und den heutigen Tag genutzt, um Telefonate zu führen, alle Beteiligten zu überzeugen und sich abzustimmen. „Wir müssen das jetzt tun, alle zusammen.“

Der Aufruf an die Industrie zur sofortigen Aussetzung der Lieferungen sei kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme zur Zukunftssicherung und ein effektives Prozedere, um jetzt speziell im stationär verankerten Handel „drohende Zahlungsunfähigkeit zu verhindern“. Aus dem Kreis der Partner komme viel Zustimmung.
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