Konsumentenbefragung

Sechs von zehn Konsumenten wollen Modekonsum stabil halten

Restaurantbesuche, Reisen, Konzert- und Kinobesuche - die Verbraucher fahren, natürlich durch den Shutdown, auch gezwungenermaßen iher Ausgaben herunter. Die Boston Consulting Group (BCG) hat mehr als 3000 Verbraucher hierzulande befragt, wie sich ihr Konsumverhalten verändert. Ein Ergebnis: Ein Drittel will weniger für Mode ausgeben.

So gaben 32,9% an, dass sie in den kommenden sechs Monaten weniger für Mode und Luxusartikel ausgeben wollen. „Insbesondere die Mode- und Luxusbranche ist stark vom veränderten Konsumverhalten betroffen. Jeder dritte Befragte plant, Ausgaben in dieser Kategorie zurückzustellen. Im Luxusbereich ist es sogar beinahe jeder Zweite“, sagt Jessica Distler, BCG-Partnerin und Leiterin der Retailpraxis in Deutschland. Umgekehrt wollen sechs von zehn Konsumenten ihre Ausgaben für Mode in den nächsten sechs Monaten stabil halten.


Dabei differenzieren die Kunden ihr Ausgabeverhalten stark. So wollen etwa 45% etwas bzw. sehr viel weniger für Taschen, Accessoires und Modeschmuck ausgeben als sonst. Gleichzeitig planen knapp zwei Drittel der Befragten ihre Ausgaben für Schuhe im nächsten halben Jahr auf dem üblichen Niveau zu halten.

BCG-Konsumentenbefragung: Modeshopping in Zeiten von Corona

Kanalverschiebung Richtung online

Laut der BCG-Umfrage kaufen die Verbraucher derzeit rund 40% ihrer Bekleidung online ein – durch die Corona-Krise wird dieser Anteil noch zunehmen. "Die Analyse zeigt, dass große Online-Plattformen und reine Onlinehändler weniger stark von der Krise betroffen sind. Sie erleben momentan eine erhöhte Nachfrage, sind aber auch von den generell sinkenden Ausgaben für Bekleidung beeinträchtig"“, so Distler weiter.

So geben 16% der Befragten an, dass sie davon ausgehen, in den kommenden Monaten etwas bzw. deutlich mehr bei Online-Modehändlern einzukaufen als sonst. Gleichzeitig geht aber fast jeder zehnte Befragte (8%) davon aus, in Zukunft etwas häufiger im stationären Modehandel einzukaufen. "Eine Trendwende für Konsumausgaben lässt sich in den kommenden drei Monaten nicht erkennen. Etwa ein Drittel der Verbraucher gibt an, auch weiterhin bei den Ausgaben für Mode zurückhaltend zu bleiben."

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