Kurz vor dem Schutzschirmantrag

Galeria: 17 Immobiliengesellschaften sollen den Besitzer wechseln

Am 1. April hatte Galeria Karstadt Kaufhof den Antrag auf Eröffnung des Schutzschirmverfahrens gestellt. Wenige Tage zuvor wurde offenbar noch der Verkauf eines umfangreichen Immobilienpakets eingeleitet. Von 17 Gesellschaften ist die Rede.



Unter dem Datum 27.03.2020 findet sich auf der Liste der "laufenden Verfahren" des Bundeskartellamtes unter B1-80/20 der "Erwerb der Alleinkontrolle über die Kaufhof Duisburg GmbH, Köln u.a. (insgesamt 17 Immobilienunternehmen)". Als potentieller Käufer wird genannt: "Apollo EPF Management III, LLC, New York."



Der Großteil der Galeria-Immobilien befand sich längere Zeit im Besitz des Joint Venture-Unternehmens HBS, an dem der damalige Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay Company (HBC) die Mehrheit besaß. Nach der Übernahme von Galeria durch die österreichische Signa gingen auch Immobilien an den Käufer der Warenhauskette.

Das Bundeskartellamt hat erst einmal einen Monat Zeit zur Prüfung des Übernahmeantrags. Ob die zwischenzeitlich erfolgte Einleitung des Schutzschirmverfahrens bei Galeria Folgen für den beabsichtigten Immobiliedeal hat, war zunächst nicht klar.

Weder Galeria Karstadt Kaufhof, noch Signa äußerten sich am Montag auf TW-Anfrage zu den Vorgängen.

Erst im Januar hatte sich Signa von Anteilen an rund 30 ihrer Kaufhof-Immobilien getrennt. Die Beteiligungen gingen an die ebenfalls in New York ansässige RFR Holding. Über Kaufpreise ist nichts bekannt.
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