Länder fördern kleine Unternehmen

Bayern: Schon über 50.000 Anträge auf Soforthilfe

imago images / Ralph Peters
Shutdown im Handel: Die Politik will unbürokratisch helfen. Sogar am Wochenende per Hotline.
Shutdown im Handel: Die Politik will unbürokratisch helfen. Sogar am Wochenende per Hotline.

Bayern gibt sich in der Corona-Krise gern als Vorreiter. Auch bei der Unterstützung von in Not geratenen Firmen: Bis Freitagabend sind nach Angaben von Finanzminister Hubert Aiwanger schon über 50.000 Anfträge auf Soforthilfe eingegangen. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Auch Nordrhein-Westfalen hatte ein Hilfsprogramm angekündigt. Dort ist von "Anfragen in fünfstelliger Zahl" die Rede.

Nach Angaben des bayerischen Ministers hatten die ersten Unternehmen die Unterstützung aus seinem Programm bereits am Freitag auf dem Konto. "In großem Umfang wird das Geld im Laufe der kommenden Woche bei Freiberuflern und Unternehmern ankommen", versprach der stellvertretende Ministerpräsident (Freie Wähler).

Mehrere hundert Millionen Euro in Bayern

Bayern fördert über die Banken und Sparkassen "mit einem Finanzvolumen von mehreren hundert Millionen Euro" kleine und mittlere Firmen mit maximal 250 Mitarbeiter aus dem Freistaat, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Also beispielsweise Modeunternehmen.
  • Betriebe mit höchstens fünf Mitarbeitern können 5000 Euro bekommen,
  • solche mit zehn 7.500 Euro.
  • Ist das Team 50 Mann oder Frau stark, sind 15.000 Euro drin,
  • die Höchstsumme ist 30.000 Euro bei 250 Leuten.
Voraussetzung ist, dass keine liquiden Mittel mehr vorhanden sind. "Wer also Geld, Gold oder Aktien besitzt, ist nicht berechtigt", stellt der Minister klar. Wer falsche Angaben macht, muss das Geld anschließend zurückzahlen. Soforthilfe Corona

25 Mrd. Euro-Hilfe in NRW

Nordrhein-Westfalen hatte am Donnerstag einen Rettungsschirm im Wert von 25 Mrd. Euro für in Not geratene kleine und mittelständische Firmen angekündigt. Über die NRW.Bank, die Bürgschaftsbank NRW sowie die öffentlichen und privaten Kreditinstitute soll es die Förderung geben. Die Bürgschaften würden von 900 Mio. auf fünf Mrd. Euro ausgeweitet, erklärte die Landesregierung.

Im Angebot sind zum Beispiel "Expressbürgschaften" über die Bürgschaftsbank über 250.000 Euro innerhalb von drei Tagen. Bis zu 90% Bürgschaftsquote sind möglich. Steuerstundungen sollen zudem deutlich einfacher werden.

Hotline des NRW-Wirtschaftsministeriums
Die Hotline des NRW-Wirtschaftsminsteriums zum Thema ist auch am Wochenende zwischen 8 und 18 Uhr unter der Nummer 0211/61772 555 besetzt.
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