Lockdown-Ende in Österreich

Parndorf-Öffnung: Mäßiges Besucheraufkommen

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Seit heute darf im Burgenland wieder eingekauft werden – allerdings nur von Burgenländern.
Seit heute darf im Burgenland wieder eingekauft werden – allerdings nur von Burgenländern.

Seit Montag darf im Burgenland wieder eingekauft werden – allerdings nur von Burgenländern. Am Shopping-Hotspot Parndorf sah man der Wiedereröffnung gut vorbereitet entgegen.

Das Hochgehen der Rollbalken im östlichsten Bundesland wurde mit Spannung beobachtet: Nachdem das Burgenland aus der Lockdown-Allianz mit Wien und Niederösterreich ausgestiegen war, erwarteten viele Beobachter, dass die Bewohner der - nach wie vor »gesperrten« – Nachbarländer die Gelegenheit nutzen würden, auf Shoppingtour zu gehen. Illegal zwar, aber: Wo kein Kläger, da kein Richter. Die verschiedenen Maßnahmen quer durchs Bundesgebiet werden zwar laufend kritisiert, viele nehmen sie aber mit einem Achselzucken in Kauf und gehen davon aus, ohnehin nicht kontrolliert zu werden.

Alles unter Kontrolle

Wer am Montag ins nordburgenländische Einkaufsmekka Parndorf reiste, wurde da aber eines besseren belehrt: Die Exekutive kontrollierte äußerst konsequent und so mancher musste wieder unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Ausschlusskriterium war das jeweilige Kennzeichen: Die vielen Handelsangestellten aus dem benachbarten Niederösterreich, Ungarn oder der Slowakei trugen entsprechend Sorge, sich auszuweisen. Eine Unternehmerin aus Bruck an der Leitha hatte vorsorglich ihren Gewerbeschein im Gepäck: »Ich habe die Gelegenheit genutzt, bei Media Markt einen Drucker und Büromaterial bei Pagro zu kaufen«, so die junge Frau. Sie wurde prompt kontrolliert und ohne Berechtigung hätte man sie wieder weggeschickt. Entsprechend überschaubar war dann auch das Kundenaufkommen: »Es ist nix los«, erklärt beispielsweise der Filialleiter einer Modekette in Pado. »Das war allerdings schon vor Ostern so. Durch die geschlossenen Grenzen merkt man, dass gut die Hälfte unserer Kunden aus den östlichen Ländern kommt.«

»Reguläre Woche«

Herzstück der Shopping-Agglomeration in Parndorf ist das McArthurGlen Designer Outlet. Hier hat man sich mit einem umfassenden Sicherheits- und Hygienekonzept gut auf den Start vorbereitet: »Wir freuen uns, dass das Center mit den rund 160 Shops wieder geöffnet ist«, so General Manager Mario Schwann. »Gesundheit und Sicherheit stehen an oberster Stelle, deshalb haben wir alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für ein angenehmes Shoppen getroffen. Darunter fällt die Verstärkung der Reinigungsmaßnahmen in öffentlichen Bereichen, den Mindestabstand von zwei Metern, eine centerweite FFP2-Maskenpflicht und die 20 Quadratmeter-Regel pro Kunde in den Shops sowie kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten und die Bereitstellung von Handdesinfektionsmittel im gesamten Center.« Für diese umgesetzten Maßnahmen und dieses besondere Sicherheitskonzept wurde der Standort Parndorf gemeinsam mit den anderen McArthurGlen Centern in ganz Europa mit der renommierten »Bureau Veritas SafeGuard-Zertifizierung« ausgezeichnet.

Die Sicherheitsmaßnahmen sieht man pragmatisch: »Das Wichtigste bleibt natürlich die Gesundheit – dementsprechend haben wir alle Maßnahmen gemäß den Richtlinien und Vorschriften des Gesundheitsministeriums umgesetzt. Unsere Mitarbeiter und zusätzliche Hinweisschilder weisen auf die Abstands- sowie Maskenpflicht hin. Wie bisher, hat das gut funktioniert und die Besucher haben die Maßnahmen problemlos eingehalten.«
Mit der Frequenz zum Kick-off war man durchaus zufrieden: »Die Eröffnung lief wie geplant«, erklärt Schwann. »Der Eröffnungstag entsprach einem Montag wie an regulären Wochen, in unserem weitläufigen Center mit viel frischer Luft ist ein angenehmes Shoppen jedenfalls für unsere Kunden gut möglich. Wir gehen auch in den nächsten Tagen von einer regulären Woche aus – mit einem gemäßigten Besucheraufkommen, wie sonst auch unter der Woche.«



Dieser Text erschien zuerst auf www.textilzeitung.at.

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