Lockdown in UK wird um mindestens drei Wochen verlängert

Großbritannien: Läden bleiben dicht – Coronavirus-Online Sale hat schon begonnen

Die britische Regierung will im Kampf gegen das Coronavirus die Ausgangssperre um mindestens drei weitere Wochen verlängern. Inzwischen sind in Großbritannien 103093 Menschen an Covid-19 erkrankt und 13729 an der Lungenkrankheit gestorben. Weil die Zahl der Corona-Infizierten weiter steigen, könnte eine Lockerung der derzeit geltenden Schutzmaßnahmen der öffentlichen Gesundheit und der Wirtschaft schaden. Das sagte Außenminister Dominic Raab, der den an Corona-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt. Die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen gelten seit dem 23. März, seither müssen die Briten zu Hause bleiben. Eingekauft werden kann nur noch, was für das tägliche Leben unverzichtbar ist. Die Wirtschaft ist lahmgelegt und der Bekleidungshandel bangt um seine Existenz. Der Monat März brachte dem britischen Einzelhandel ein Umsatzminus von 4,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zahlen Von British Retail Consortium und KPMG zeigen. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen 1995.


Um zu retten was zu retten ist, hat der Coronavirus-Online-Sale bereits begonnen. Die Retailer sitzen auf vollen Lägern „verderblicher“ Frühjahrsmode und versuchen, sie nun mit teils beträchtlichen Rabatten über ihre Online-Schiene loszuwerden. Unternehmen wie Next, River Island oder Fenwick, die zunächst ihre E-Commerce-Operationen geschlossen hatten, haben sie inzwischen wiedereröffnet. River Island liefert wieder in Großbritannien und Irland, nachdem die Schutzmaßnahmen im Warehouse der Modekette verbessert wurden. Zum Rotstift greift River Island aber noch nicht. Next hat nach der Implementierung zusätzlicher Schutzmaßnahmen in seinen Warehouses den Online-Betrieb wieder aufgenommen und offeriert Preisabschläge von bis zu 70% auf alle Sale-Kollektionen.


Bei Fenwick können die Kunden quer durch alle Produktkategorien quasi zum halben Preis einkaufen. Während John Lewis ausgewählte Womenswear mit 50% Rabatt, Menswear mit 30% Rabatt und Baby/Childrenswear mit 20% Rabatt anbietet, gibt es bei Marks & Spencer keine Preisabschläge.

Topshop lockt die Kunden mit Discounts von bis zu 30% auf ausgewählte Teile der Frühjahrskollektion einschl. Kleider, Röcke, Blusen und Pyjamas. Während des Lockdowns bietet Topshop gebührenfreie Standardlieferung bei Aufträgen über 30 Pfund. Auch bei der Modekette Hobbs ist der Sale mit Preisabschlägen von bis zu 50% im Gange und für alle Aufträge, die seit dem 16. März eingingen, wurde das Rückgaberecht bis einschl. 31. Mai erweitert. Bei Miss Selfridge gibt es 40% Rabatt auf alle Fashion und bis zu 70% auf Sale-Artikel. Unterdessen warten die High Street-Retailer verzweifelt auf ein Ende des Lockdowns und fürchten, dass die Chance, die Frühjahrs- und Sommermode zu verkaufen, über die nächsten Wochen schwindet. 

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