Luxusmarke nimmt „Coronavirus Job Retention Scheme“ nicht in Anspruch

Burberry zahlt Grundgehalt während der Pandemie weiter

Edmund Summer

Die britische Luxusmode-Gruppe Burberry wird allen Mitarbeitern, die wegen der Store-Schließungen in Großbritannien nicht arbeiten können, das Grundgehalt während der Corona-Pandemie weiterzahlen.

„Wir werden uns nicht auf die Unterstützung der Regierung für die Jobs in Großbritannien verlassen, wo mehr als ein Drittel unserer Mitarbeiter ansässig sind,“ teilt das Unternehmen in einem Update angesichts der sich schnell entwickelnden Situation rund um die Covid-19 Pandemie mit. Damit verzichtet Burberry auf das von der Regierung gelaunchte „Coronavirus Job Retention Scheme“, mit dem Großbritannien eine spezielle Form der Kurzarbeit erhält und der Staat erstmals Lohnfortzahlungen für Arbeitnehmer übernimmt.


Wenn ein Unternehmen wegen Corona seine Mitarbeiter nicht mehr beschäftigen kann, sie aber trotzdem nicht entlässt, übernimmt der Staat bei diesem Modell bis zu 80% des Lohns, maximal 2500 Pfund (2850 Euro). CEO Marco Gobbetti sagte, dass man weiter stark auf die Kosten achte und diese in nicht essenziellen Bereichen reduziere. Das Führungspersonal wird in den Monaten von April bis Juni freiwillig auf 20% des Gehalts verzichten. Und auch der Vorstand sowie Gobbetti selbst schließen sich an und werden für den Zeitraum die Kürzung ihrer Bezüge um 20% hinnehmen.


Der entsprechende Geldbetrag wird an den Burberry Foundation Covid-19 Fund gespendet. Der Fund wurde Anfang des Monats für Mitarbeiter und zur Unterstützung von bedürftigen Gruppen rund um den Globus eingerichtet. Darüber hinaus hat Burberry für die Impfforschung und Charities gespendet.

„Seit dem Ausbruch von Covid-19 hat die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter, Kunden und Gemeinden Priorität“, so Gobbetti. In den vergangenen drei Monaten seien entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen worden, einschließlich der Schließung aller Burberry Stores in Großbritannien im Rahmen des Lockdowns und der Einführung strikter Social Distancing-Protokolle. So auch in dem Konfektionsbetrieb in Castleford, in dem Burberry seine Trenchcoats fertigt. Dort wird während der Pandemie auch Schutzkleidung für medizinisches Personal (nicht-chirurgische Kleidung) und Pflegekräfte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS produziert. Unterstützend wirkt Burberry auch mit der Beschaffung von OP-Masken durch die Lieferkette des Unternehmens. Beliefert wird der NHS und Charities wie Marie Curie. Bis heute wurden über 100.000 Teile gespendet.

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