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Maike Rabe, Hochschule Niederrhein, über die Summer School

„Die Akteure der Zukunft: Keine Getriebenen, sondern Macher”

Hochschule Niederrhein
Maike Rabe ist Professorin und Leiterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Bei dem Programm der Summer School legt sie Wert auf Vielseitigkeit, außerdem auf aktive Workshops.
Maike Rabe ist Professorin und Leiterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Bei dem Programm der Summer School legt sie Wert auf Vielseitigkeit, außerdem auf aktive Workshops.

Kompetenter Nachwuchs als Antwort auf digitale Herausforderungen. So will die Wilhelm-Lorch-Stiftung gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein jungen Fachkräften die Augen in punkto Digitalisierung öffnen.

Anlässlich des 30. Jubiläums des Förderpreises der Wilhelm-Lorch-Stiftung findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein vom 23. bis 25. September die Summer School in Mönchengladbach statt. Maike Rabe war federführend bei der Zusammenstellung des für Studierende kostenlosen Programms. Im TW-Interview berichtet die Professorin und Leiterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule, was die 120 Teilnehmer erwartet und was hinter dem sogenannten Net(t)working steckt.


TextilWirtschaft: „Digitizing the Fashion Supply Chain”, so lautet das Thema der Summer School. Weshalb müssen auch junge Leute in Sachen Digitalisierung geschult werden?

Maike Rabe: Das Oberthema sollte aktuell sein und sowohl die Industrie als auch den Handel betreffen. Die Mode durchläuft momentan einen starken Wandel und gerade die Digitalisierung erzeugt einen hohen Druck auf unsere Branche. Die Akteure der Zukunft dürfen jedoch keine Getriebenen sein, sondern müssen sich als Macher behaupten. Durch die Summer School wollen wir Kompetenzen und Technologie-Verständnis vermitteln, das sich in dieser Tiefe nicht in den klassischen Lehrplan integrieren lässt. Vor allem aber wollen wir den Teilnehmern die Augen öffnen, wie weit die Digitalisierung bereits vorangeschritten ist.

Die Teilnehmer stammen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus verschiedenen Studienbereichen?
Das kostenlose Programm richtet sich an Studierende aus Textil und Bekleidung. Viele der Teilnehmer beschäftigen sich mit Ingenierwissenschaften und Betriebswissenschaften, es sind aber auch einige Techniker und sogar Auszubildende mit dabei. Wir erwarten nächste Woche 120 Nachwuchskräfte.

Ein Großteil davon sind Frauen.
Ja, die Teilnehmerliste spiegelt die deutliche Mehrheit von Frauen in der Textilindustrie wider. Passend dazu wird es auch einen Vortrag von Femnet über Gleichberechtigung in der Branche geben.


Was erwartet die Teilnehmer sonst noch in den drei Tagen?
Wir werden die verschiedensten Aspekte der Digitalisierung beleuchten – von der digitalen Fertigung über Smart Textiles bis hin zu digitalen Tools für den Handel. Die Teilnehmer können bei mehreren Workshops selber aktiv werden. Es war uns wichtig, dass sie die Themen erleben, anstatt nur zuzuhören. Sie werden sich etwa mit dem Designprozess der Zukunft oder der Transparenz in der Lieferkette auseinandersetzen. Auf unserer Bühne werden zudem nicht nur bekannte Personen aus der Branche wie Marc Ramelow von Gustav Ramelow, Michael Rammelsberger von Hugo Boss oder Thomas Lurz von S.Oliver stehen. Auch sechs Absolventen, größtenteils Preisträger des Wilhelm Lorch-Preises, präsentieren ihre Abschlussarbeiten.

Außerdem steht Networking mit Twist auf dem Programm?
Wir nennen das Net(t)working. Am ersten Abend wird es nach dem offiziellen Teil ein Streetfood-Festival geben, am zweiten Tag veranstalten wir eine Party mit Musik. So können die jungen Leute in einer entspannten Atmosphäre ihr Netzwerk ausbauen, Studierende von anderen Universitäten kennenlernen und auch mit den Referenten sprechen.

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