Manifest gegen Rabatte und für neue Liefer- und Ordertermine

Fair Fashion-Anbieter fordern Solidariät

FairFashionSolidarity
Unter dem Titel "Covid-19 is a virus. Fair Fashion is a movement!" richten sich Fair Fashion-Anbieter an Verbraucher, Marken und Retailer.
Unter dem Titel "Covid-19 is a virus. Fair Fashion is a movement!" richten sich Fair Fashion-Anbieter an Verbraucher, Marken und Retailer.

Bündnis der Grünen: Die Fair Fashion-Labels LangerChen und Lanius haben sich mit dem Fair Fashion-Store Loveco und der Online-Plattform Avocadostore zusammengeschlossen und rufen gemeinsam zu #FairFashionSolidarity auf.

Unter dem Titel "Covid-19 is a virus. Fair Fashion is a movement!" richten sie sich mit einem Manifest an Verbraucher, Marken und Retailer und rufen zu Solidarität in der aktuellen Krise auf, die viele Branchenteilnehmer in existenzbedrohende Situationen bringe.

Die Unternehmer heben in ihrem Appell die Ziele und Werte innerhalb der Fair Fashion-Branche hervor und geben spezifische Handlungsempfehlungen, die bei solidarischer Umsetzung ein Weg aus der Krise sein könnten. "Wir sind jetzt auf jeden Einzelnen angewiesen. Sei es der Hersteller, der auf den Rabatt im Online-Shop verzichtet, der Händler, der seinen Sale nicht früher startet oder Kunden, die bereit sind, weiterhin den vollen Preis zu zahlen", sagt Christina Wille, Inhaberin von Loveco.
Die Macher von LangerChen, Loveco, Lanius und Avocadostore rufen zu mehr Solidarität in der Krise auf.
FairFashionSolidarity
Die Macher von LangerChen, Loveco, Lanius und Avocadostore rufen zu mehr Solidarität in der Krise auf.
Unter https://fair-fashion-solidarity.de/ können sich Interessierte eintragen. Auf der Seite sind zudem die Handlungsempfehlungen zu finden.

Was kann ich als Shop tun?

  • Keine oder nur geringe Rabattaktionen auf die neue Ware. Fair Fashion ist langlebig und ihr Geld wert.
  • Den Sale frühestens ab August beginnen. Die Sommer werden eh immer länger.
  • Mit den Brands in engen Austausch über die Begleichung von offenen Forderungen gehen, damit auch sie ihre Rechnungen begleichen können.
  • Die Termine für die Auslieferung der Herbst- und Winterware in Absprache mit den Brands koordinieren, sodass alle ihre Verpflichtungen erfüllen können.
  • Sämtliche Kanäle dazu nutzen, diese solidarische Maßnahme zu kommunizieren und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten in den Vordergrund stellen.

Was kann ich als Label tun?

  • Keine oder nur geringe Rabatt-Aktionen auf die neue Ware im eigenen Online-Shop oder auf Marktplätzen (Avocadostore, Amazon etc.) anbieten.
  • Den Shops beim Ausgleich der offenen Forderungen aus Frühjahr/Sommer 2020 durch Verlängerung der Zahlungsziele oder Ratenzahlungen entgegenkommen, soweit es die eigene Liquidität zulässt.
  • Den Zeitpunkt der Lieferungen für die Saison Herbst/Winter 2020/21 mit den Shops besprechen. Ein erster Liefertermin könnte ab Ende August erfolgen. Falls gewünscht, kann der Shop auch früher Ware beziehen.
  • Die Sommerkollektion 2021 so gestalten, dass sie auf der aktuellen Kollektion aufbaut. So kann der Shop Warenüberhänge in die Saison Frühjahr/Sommer 2021 übernehmen. Dabei die Übernahmemöglichkeiten rechtzeitig an die Shops kommunizieren.
  • Für eine Auswahl an Styles eine Nachordermöglichkeit schaffen, um fehlende Größen aufzufüllen.
  • Die Vertriebsstrukturen auf eine spätere Orderrunde der Kollektion Frühjahr/Sommer 2021 vorbereiten, z.B. im Zeitraum Mitte August bis Ende September 2020.
  • Sämtliche Kanäle dazu nutzen, diese solidarische Maßnahme zu kommunizieren und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten in den Vordergrund stellen
stats