So ist Marc O'Polo nach dem Shutdown in Österreich gestartet

"Hygiene-Maßnahmen vor den Kunden ausführen"

Marc O'Polo / Richard Haidinger
Marion Mairinger-Kriegleder ist Geschäftsführerin für Marc O'Polo in Österreich.
Marion Mairinger-Kriegleder ist Geschäftsführerin für Marc O'Polo in Österreich.

Schutzschilder, Desinfektionsmittel, viel Kommunikation über Social Media. Die Auswirkungen Corona-Pandemie überschatten das wiedergewonnene stationäre Shopping-Erlebnis in Österreich.  Ein Gespräch mit Marion Mairinger-Kriegleder, Geschäftsführerin Marc O'Polo Österreich.

TextilWirtschaft: Frau Mairinger-Kriegleder, wie viele Stores haben Sie in Österreich wieder eröffnet?
Marion Mairinger-Kriegleder: Zwölf Marc O’Polo Stores haben wieder geöffnet. Drei Geschäfte, die sich in einem Center befinden, bleiben bis voraussichtlich zum 1. Mai noch geschlossen.

Sehen die Stores aufgrund der behördlichen Auflagen nun anders aus? Stichwort: Abstandsregelung.
Die Stores haben wir nicht umgestaltet. Durch die großzügige Storeplanung können die notwendigen Abstände gut eingehalten werden

Gibt es Einlassbeschränkungen?
Zur Anzahl der Verkäufer gibt es keine Beschränkungen. Mit Blick auf die Kundschaft gilt grundsätzlich, dass pro 20m² ein Kunde auf der Fläche sein darf. Wenn der Ansturm sehr groß ist, dann müssen wir mit Eingangskontrollen arbeiten. In den Stores werden Masken getragen.

Haben Sie Ihre Mitarbeiter auf die neue Situation im Laden vorbereitet?
Ja, es gibt sehr genaue Anweisungen, wie sich die Mitarbeiter gegenüber den Kunden verhalten müssen. Das beginnt beim Tragen von Masken – das heißt, wir haben für unsere Mitarbeiter mit dem Marc O’Polo-Schriftzug gebrandete Schutzschilder besorgt, die von der Stirn bis unters Kinn reichen. Darin sehen wir vor allem den Vorteil, dass der Kunde die Mimik der Mitarbeiter sieht und man den Kunden ein Lächeln schenken kann. Des Weiteren sind durch diese Schutzschilder auch die Augen geschützt. Zudem achten wir sehr genau darauf, dass regelmäßig alle Flächen wie Kassentresen, Bankomatgeräte, Türdrücker mit Desinfektionsmittel gereinigt werden. Wir haben ebenfalls Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt, sodass sich sowohl Mitarbeiter als auch Kunden regelmäßig die Hände desinfizieren können. Kunden werden bei Bedarf mit Einwegmasken versorgt. Uns ist es wichtig, dass diese Hygiene-Maßnahmen auch vor den Kunden ausführt werden. Das gibt ihnen ein sicheres Gefühl.

Wie sind Sie mit Ihren Kunden während des Shutdown in Kontakt geblieben?
Wir haben unsere Kunden während der gesamten Phase der Schließung kontinuierlich via Social Media über die neuesten Marc O'Polo-Trends informiert, zudem haben wir auch regelmäßig die Schaufenster neu gestaltet und diese Looks über Social Media kommuniziert.

Welche Key-Looks und Produkte pushen Sie gerade für die Womenswear und Menswear?
Sowohl in der Menswear als auch in der Womenswear werden wir jetzt die Outdoorteile sehr stark in den Vordergrund rücken.

Wie wollen Sie die Frequenz für die Läden wieder ankurbeln?
Für Mitte März hatten wir eine Gift & Purchase-Aktion geplant, die wir auf Grund der Schließungen nicht mehr durchführen konnten. Diese Aktion werden wir jetzt nachholen und natürlich sehr stark auf den Social Media Kanälen bewerben.

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