Maßnahmen zur Zutrittssteurung

Aldi Süd führt digitale Einlasskontrollen ein

Aldi Süd
Digitale Zulasskontrollen bei Aldi Süd
Digitale Zulasskontrollen bei Aldi Süd

Aldi Süd testet digitale Einlasskontrollen, um die Zutrittsbeschränkungen und Abstandsregelungen in der Corona-Krise einhalten zu können. Darüber berichtete zuerst die Lebensmittel Zeitung, die wie die TW zur dfv Mediengruppe gehört.

Dem Bericht zufolge soll das Zählsystem mit Videokameras, Analysesoftware und Bildschirm mit einer Ampelfunktion Türsteher ersetzen. Damit wolle Aldi Süd Millionen sparen, Fehler bei der manuellen Zählung vermeiden und die Zutrittskontrolle so objektiv wie möglich gestalten. Zudem könne die technische Lösung dazu dienen, Daten und Reportings vorliegen zu haben, falls das Ordnungsamt die Einhaltung der Corona-Vorschriften kontrolliert. Laut LZ soll das Hightech-Tool in den meisten der knapp 2000 Aldi Süd-Filialen zum Einsatz kommen.

Aldi Süd bestätigt auf TW-Anfrage lediglich, dass das Unternehmen "derzeit in verschiedenen Regionalgesellschaften unterschiedliche digitale Einlasskontrollen zur Zutrittssteuerung" testet. Demnach ist ein flächendeckender Rollout nicht geplant. Zum jetzigen Zeitpunkt will der Discounter keine weiteren Angaben zu der Sache machen.

Ab kommender Woche gilt in fast allen Bundesländern neben den Abstands- und Hygieneregelungen auch eine Maskenpflicht beim Einkaufen. Ob in den Aldi-Systemen auch eine Maskenerkennungssoftware verbaut ist, ist unklar. Derzeit wird ein entsprechendes Gerät beispielsweise in dem Shopping Center Arneken Galerie und dem Modehaus Kressmann in Hildesheim getestet. Außerdem arbeiten auch andere Unternehmen an digitalen Einlasskontrollen oder greifen auf Ampelsysteme zurück, wie etwa Ebbers in Warendorf.

Update: Mittlerweile hat Aldi Süd Details über die digitale Einlasskontrolle bekanntgegeben. Demnach kommt nun in rund der Hälfte seiner 1930 Filialen ein digitales System zur Zutritskontrolle zum Einsatz. Dieses messe über Sensoren an den Ein- und Ausgängen die Auslastung der Filiale. So könne der Discounter sicherstellen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können und sich nur so viele Kunden in der Filiale befinden, wie behördlich im Bundesland zugelassen. Die Sensoren stellt laut Aldi Süd das Stuttgarter Start-up Sensalytics zur Verfügung.

Dem Discounter zufolge erfolgt die digitale Kundenzählung DSGVO-konform, für die Mitarbeiter entstehen demnach keine Zusatzbelastungen. Über eine App, per SMS oder Anruf würden sie in Echtzeit über die Auslastung in der Filiale informiert. Darüber hinaus werde in einigen Filialen ein Ampelsystem oder eine Bildschirmanzeige getestet, die die Kunden über die Auslastung der Filiale informiert und den Zugang steuert.

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