Messechef arbeitet an neuem Digital-Tool

Jörg Wichmann sagt Panorama ab

Panorama
Jörg Wichmann: "Die derzeitige Entwicklung lässt uns leider keine Wahl. Wir mussten deshalb heute die Entscheidung treffen, die Ausrichtung der Panorama Berlin vom 30. Juni bis 2. Juli am Flughafen Tempelhof abzusagen."
Jörg Wichmann: "Die derzeitige Entwicklung lässt uns leider keine Wahl. Wir mussten deshalb heute die Entscheidung treffen, die Ausrichtung der Panorama Berlin vom 30. Juni bis 2. Juli am Flughafen Tempelhof abzusagen."

Als wäre Jörg Wichmanns Situation nicht auch schon unter normalen Umständen herausfordernd genug – nun durchkreuzt die Corona-Krise jegliche Bemühungen, die Panorama im Sommer nach der Insolvenz neu aufzustellen. Nun sagt er sie ab.

"Mit der Corona-Pandemie befinden wir uns in einer beispiellosen Situation, die jeden einzelnen von uns betrifft und über alle Grenzen hinaus eine vergleichbare, tragische Dynamik zeigt", so der Messemacher. Mit dem Shutdown sei noch einmal eine ganz neue Dimension erreicht. "Unsere Gedanken sind jetzt bei allen, die es im besonderen Maße trifft, gesundheitlich, privat wie wirtschaftlich."

Wichmann habe in den vergangenen Wochen viele positive Commitments und einen starken Rückhalt seitens der Industrie und der Einzelhändler in ganz Europa bekommen, die Panorama Berlin auch in diesem Sommer zu veranstalten. Der Wunsch nach einem neu ausgerichteten Branchen-Event sei dagewesen.

"Wir sind sehr dankbar für den direkten Austausch und den konstruktiv geführten Gesprächen mit unseren Ausstellern. Mit der weiteren Zuspitzung der aktuellen Situation um das Coronavirus müssen wir aber auch erkennen, dass es in den nächsten acht bis zehn Wochen keine Planungssicherheit geben wird, die wir, aber auch unsere Partner für die Durchführung eines überzeugenden Events im Sommer benötigen. Die derzeitige Entwicklung lässt uns leider keine Wahl. Wir mussten deshalb heute die Entscheidung treffen, die Ausrichtung der Panorama Berlin vom 30. Juni bis 2. Juli am Flughafen Tempelhof abzusagen", teilt er mit.

Gleichzeitig sei diese Situation jedoch auch eine Chance, "über konstruktive Möglichkeiten der Vernetzung, in einer Zeit wo wir uns physisch nicht begegnen können, nachzudenken". Eine neu zusammengestellte Task Force solle sich nun mit einem modernen, digitalen Produkt beschäftigen, das aus der Messefunktion heraus gedacht werden; "kostenschlank und lösungsorientiert". Mitte April sollen die ersten Features und Lösungen präsentiert werden, um Industrie und Handel eine Plattform für den Austausch zu bieten. Die Branche sei eingeladen, es mitzugestalten.
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