Mey Bodywear

Mit Personal Shopping und NOS-Neuerungen auf Kundenansprache

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Matthias Mey Managing Director Mey Bodywear
Matthias Mey Managing Director Mey Bodywear

Bereits sehr früh beschäftigte sich Matthias Mey gemeinsam mit seinen drei Mit-Geschäftsführern mit den möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Wäschegeschäft. Zeitgleich mit dem Shutdown startete das Mey-Team eine Analyse der Liefertermine und -themen, ging erste Änderungen mit Blick auf die ungewisse Lage an. Matthias Mey: „Unsere Basic-Läger sind gut gefüllt. Der Online-Verkauf läuft, kann aber bislang nicht die Einbrüche im stationären Geschäft auffangen. Je nachdem, in welchen Schritten das Kontaktverbot aufgehoben wird, rechnen wir auf lange Sicht nicht mit einer schnellen Erholung. Läuft es gut, also wenn die Geschäfte in den nächsten Tagen wieder öffnen, erwarte ich im Mai maximal 50 bis 60% des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresmonat, in den darauffolgenden Monaten ungefähr 70 bis 80% im Vergleich zum Vorjahr.“


Kein Problem sieht der Managing Director bei den noch ausstehenden Lieferungen aus Frühjahr/Sommer 2020, „hier handelt es sich im Schwerpunkt um NOS-Neuerungen. Was uns eher beschäftigt, ist ein großer Liefertermin, welchen wir ursprünglich im März/ April präsentieren wollten. Diesen schieben wir nun als Cruise Collection auf den Liefertermin 0, welcher dann im November in den Handel kommt. Der Fokus hierbei liegt auf besonders innovativer Nachwäsche, was zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch noch genau richtig ist.“

Den Vorschlag von Händlern aus dem Katag-Verbund, die Herbst/Winter-Order garantiert zu 80% abzunehmen, beurteilt der Geschäftsführer abhängig vom Vorordervolumen des jeweiligen Kunden als möglichen Ansatz. Mey betont jedoch, dass grundsätzlich die verbindlichen Ordervereinbarungen und Abnahmeverpflichtungen gelten. "Wir beschäftigen uns aktuell intensiv damit, wie wir unsere Partner hierbei unterstützen können."

Bleiben Läger im Handel auch nach dem Re-Start in der zweiten Sommerhälfte und über den Herbst hinaus prall gefüllt, folgt seiner Meinung nach eine lange und verlustreiche Rabattschlacht, an deren Ende deutlich reduzierte Limits zur Orderrunde Frühjahr 2021 stehen. "Wir können also nur gemeinsam und in enger, individueller Absprache einen geeigneten Weg finden, der für alle Beteiligten tragbar ist."

Für die eigenen 21 Stores in Deutschland hat die Marke unter dem Slogan „We miss you“ eine Personal Shopping-Aktion ins Leben gerufen. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir jetzt auch im stationären Handel Umsatz generieren können“, so Mey. „Viele Kundinnen und Kunden suchen in diesen Zeiten auch ein persönliches Gespräch. Das brachte uns auf diese Idee.“ So erhält jede Stammkundin eine Einladung per Mail von der ihr persönlich bekannten Verkaufsberaterin einschließlich deren Handynummer. Das pro-aktive Angebot: Die Kundin kann sich sowohl telefonisch als auch über WhatsApp über das Angebot im lokalen Store beraten lassen und erhält auf Wunsch eine Auswahlsendung nach Hause. Matthias Mey: „Für uns ist das eine smarte Möglichkeit, der unfairen Ungleichbehandlung zwischen geöffneten LEHs und Einkaufsmärkten einerseits und den bislang geschlossenen Textilgeschäften anderseits entgegenzuwirken. Wir ärgern uns, wie Lebensmittelversorger in den letzten Tagen intensiv am POS Markenprodukte wie Wäsche von Calvin Klein oder Hugo Boss im günstigen Doppelpack anboten und uns bislang die Hände gebunden waren.“ 

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