Nike, Kering, Mytheresa und Co.

#BlackLivesMatter: Modehändler spenden für den Kampf gegen Rassismus

imago images / ZUMA Wire
#BlackLivesMatter: In aller Welt demonstrieren Menschen mit diesem Spruch. Auch Modeunternehmen erheben ihre Stimmen.
#BlackLivesMatter: In aller Welt demonstrieren Menschen mit diesem Spruch. Auch Modeunternehmen erheben ihre Stimmen.

Der Tod von George Floyd beherrscht noch immer die Nachrichten und ist omnipräsent in den sozialen Medien. Auch Modeunternehmen haben bereits Flagge gezeigt und Solidaritäts-Postings geteilt. Nun haben einige Brands Spenden angekündigt, um die Black Community zu unterstützen. Von Nike bis Kering.

Der Tod eines Afroamerikaners nach einem Polizeieinsatz in der US-amerikanischen Stadt Minneapolis führt noch immer zu Protesten gegen Polizeieinsätzen und Massendemonstrationen. Am vergangenen Wochenende sind Menschen auch in deutschen Städten auf die Straße gegangen, um unter dem Motto #BlackLivesMatter zu protestieren. Auch Marken wie Nike haben bereits Stellung zu dem Thema bezogen. So legte der US-Sportgigant eine Kampagne mit dem Titel "Don't do it" vor, die sogar Konkurrent Adidas auf seinen Accounts teilte.

Nun legt Nike nach - mit einer Millionenspende. Der Sportartikler stiftet in den kommenden vier Jahren 40 Mio. US-Dollar, um die schwarze Community in den USA zu unterstützen. Die Summe geht an Organisationen, die sich für soziale Gerechtigkeit und Bildung und gegen Ungleichberechtigung in Amerika einsetzen.

Auch der Luxus-Webshop Mytheresa nimmt zu diesem Zweck Geld in die Hand. Insgesamt 50.000 Euro gehen zur Hälfte an die Organisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), die sich gegen rassistische Diskriminierung in den USA einsetzt sowie an Campaign Zero, eine Organisation, die Polizeigewalt in Amerika bekämpft. Darüber hinaus setzt Mytheresa intern neue Maßstäbe: Ein Diversity- und Inklusivitäts-Komittee soll gegründet werden, das Gleichberechtigung und -behandlung im eigenen Unternehmen fördern soll.

An die gleichen Organisationen wie Mytheresa spendet auch Gucci-Mutter Kering. Ein nicht genannter Betrag geht über alle Marken hinweg an NAACP und Campaign Zero. Zudem fügte der Luxuskonzern an, weiter an internen Programmen und Initiativen zu arbeiten, um Gleichberechtigung und Fairness im Unternehmen zu gewährleisten.

Auch Uniqlo kündigt eine Spende auf Instagram an. Auf dem US-Account gibt der japanische Modefilialist bekannt, mit der American Civil Liberties Union zusammenzuarbeiten und 100.000 Dollar an US-Organisationen zu spenden, die die Black Community unterstützen.

Uniqlo spendet an die Black Community

Die gleiche Summe kommt von Ganni. Das dänische Contemporary-Label lässt 100.000 Dollar den Organisationen @blklivesmatter@naacp und @aclu_nationwide zukommen. 

Ganni #BlackLivesMatter


"We're taking action", schreibt Rent the Runway auf seinem Instagram Account. 100.000 Dollar gehen an Organisationen, die sich gegen Ungleichberechtigung einsetzen, unter anderem NAACP und Black Visions Collective. Zusätzliche 1 Mio. Dollar werden in die Hand genommen, um schwarze Designer im Rent the Runway-Wholesale, Plattform und Co-Manufacturing-Initiativen zu unterstützen. Dabei werden ihnen Design-Resourcen, Daten, Mentorenprogramme und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, damit sie Kollektionen für den Designer-Mietservice kreieren können. "Es ist sehr wichtig für uns, dass ein essentieller Teil der 1 Mio. in neue Modebrands von schwarzen Designern investiert wird, die zuvor nicht das Investment-Kapital hatten, sie eigentständig zu launchen", heißt es in dem Instagram-Post des Unternehmens.

Rent the Runway - We are taking actions #blacklivesmatter

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We want our actions as a business to be substantive and systematic, so we are doing the slow work to build a clear and sustained long-term strategy to fight systemic racism and make Rent the Runway, and the wider fashion industry, more diverse and anti-racist. ⁣ ⁣ Today, we are donating $100,000 to immediately support organizations combating racial injustice, including @NAACP and @blackvisionscollective. We will also be allocating an additional $1,000,000 to support Black designers through our wholesale, platform and co-manufacturing initiatives, which includes providing design resources, data, mentorship and financial support to create collections for RTR. It is critically important to us that a significant portion of our $1M goes towards launching fashion brands from Black designers who have not had the investment capital to launch on their own. ⁣ ⁣ For too long, the fashion industry has co-opted the style, inspiration and ideas of Black culture without ensuring that Black people are economically compensated for this. Therefore, we will also support @aurorajames’ #15PercentPledge. We are committing today that at least 15% of the fashion talent that we feature and support moving forward are from the Black community, inclusive of the models in our marketing, the ambassadors we use, and the styling talent, photographers, videographers and crews behind the camera. ⁣ ⁣ We know that the Black community is tired of the long-standing racism and violence. We also acknowledge the cyclical nature of society’s attention to moments of such injustice, so we vow to take systematic actions as a business that will last beyond this current moment in time. This is just the start, and we look forward to sharing further details on other plans soon. Our work has just begun.⁣

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#BlackLivesMatter ist seit einer Woche auch Thema auf dem Savage x Fenty-Account. Das Dessouslabel von R'n'B-Star Rihanna hält seither alle Postings in schwarz und setzt den Hashtag #PullUp. Die Brand spendet an die Bewegung Black Lives Matter (BLM) Greater NY und die Nonprofit-Organisation The Bail Project, die die Kaution für Inhaftierte zahlt, die mutmaßlich unschuldig im Gefängnis sitzen. Auf dem Kanal macht Savage x Fenty auch Vorschläge, an welche Initiativen Fans der Marke spenden könnten.

Auch diese Modehändler spenden im Sinne von #BlackLivesMatter:

H&M Group: 500.000 US-Dollar für die schwarze Community

Balenciaga: Zu Ehren George Floyds spendet die Brand an NAACP

Burberry: "There is no place for racism"

The Real Real spendet an NAACP

Stella McCartney: Black Lives Matter


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