Nach Covid-19-Pause

Yoox Net-a-Porter liefert wieder – aber verzögert

Yoox
 Yoox nimmt den Betrieb langsam wieder auf.
Yoox nimmt den Betrieb langsam wieder auf.

Der Online-Händler Yoox Net-a-Porter schloss Ende März das Lieferzentrum in Italien, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Jetzt nimmt die Gruppe die Arbeit für Yoox, The Outnet und Mr Porter wieder auf. Allerdings mit reduzierter Belegschaft. Priorität haben Altbestellungen und Retouren.

Der Online-Händlern Yoox Net-a-Porter (YNAP) legt nach dem Covid-19-Stillstand wieder los. Der E-Tailer hat seine Lieferzentren in Italien wieder geöffnet. Die Ware, die über Yoox, The Outnet und Mr Porter bestellt wird, wird ausgeliefert – allerdings kann es zu Verzögerungen kommen.


Hinweise finden sich auf Yoox, The Outnet und Mr Porter, allerdings nicht auf Net-a-Porter. Dort wird auf die Seite für die Region Asien-Pazifik verwiesen. „Wir nehmen die Aktivität in Italien langsam wieder auf. In reduzierter Belegschaft. Die Mitarbeiter machen freiwillig mit", sagt eine YNAP-Sprecherin auf TW-Anfrage. „Die Lieferzentren arbeiten für Yoox, The Outnet und Mr. Porter."

Priorität hätten bestehende Bestellungen und Retouren, heißt es in einer Yoox-Mail an die Kunden: „Wir geben dem Versand von Bestellungen in den letzten Wochen und der Verwaltung von Rücksendungen Vorrang, damit wir unseren Kunden ihre Rückerstattungen leisten können.“ Die Lieferzeiten für Neubestellungen könnten „etwas länger als üblich sein“, führt Yoox aus.

Die Covid-19-Pandemie hat auch den E-Commerce getroffen. Erstens halten sich die Kunden mit dem Shopping zurück. Zweitens müssen die Online-Unternehmen schärfere Vorschriften einhalten, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu garantieren. Das gilt insbesondere für die Lagerhäuser und die Logistik.

Kampagne von Yoox
Nikolai von Bismarck
Kampagne von Yoox
Die YNAP-Gruppe, die dem Genfer Luxuskonzern Richemont gehört, entschied sich deshalb freiwillig dazu, das Lieferzentrum in Italien zu schließen. Seit Ende März wurden die Bestellungen nicht mehr ausgeliefert. Mit dieser Entscheidung nahm YNAP-CEO Federico Marchetti Nachteile gegenüber der Konkurrenz in Kauf. Der Luxus-Marktplatz Farfetch, dessen Ware von 700 Multibrand-Stores und 500 Marken stammt, lieferte während des YNAP-Stillstands weiter aus.

Jetzt nimmt YNAP wieder den Betrieb auf. Allerdings kann von Normalität nicht die Rede sein. Den Mitarbeitern wird am Eingang die Temperatur gemessen. Im Lieferzentrum selbst sind thermische Scanner installiert, die mehrfach am Tag die Temperatur kontrollieren. Alle tragen Masken und Handschuhe. Um den Mindestabstand zu wahren, ist die Zahl der Mitarbeiter in einer Schicht reduziert worden. „Weitere technologische Innovationen folgenden in den kommenden Tagen“, heißt es in der Yoox-Mail an die Kunden.

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