Nach dem Abgang von Rolex und Chanel

LVMH-Marken verlassen Baselworld

Hublot
Big Bang von Hublot
Big Bang von Hublot

Die Uhrenmesse Baselworld ist wohl nicht mehr zu retten. Jetzt verlassen auch die LVMH-Marken Bulgari, Hublot, Zenith und Tag Heuer das Basler Event, das auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Das neue Kraftzentrum der Industrie ist Genf.

Die wohl letzte Hoffnung für die Baselworld ist zunichte. Kurz nachdem Rolex, Patek Philippe und Chanel ihren Abschied von der Uhrenmesse verkündet haben, verlässt auch der weltgrößte Luxuskonzern LVMH Basel in Richtung Genf.


Die LVMH-Marken Bulgari, Hublot, Zenith und Tag Heuer werden in Zukunft nicht mehr auf der Baselworld ausstellen. Stattdessen werden die Brands nächstes Jahr im April in Genf zeigen. Dann findet dort die Messe Watches and Wonders der Fondation de la Haute Horlogerie statt. Sie ist aus der früheren SIHH hervorgegangen und wird von dem Luxuskonzern Richemont dominiert.


Mit der LVMH-Ankündigung ist die Baselworld voraussichtlich nicht mehr zu retten. Schon seit längerem hat die Uhrenmesse, deren Ursprung bis ins Jahr 1917 zurückreicht und die seit 2003 ihren aktuellen Namen trägt, einen Aderlass zu beklagen. Zu den prominentesten Abgängen der jüngeren Vergangenheit zählen die Swatch-Gruppe, Breitling und die Kering-Marke Gucci.

Während Basel vor dem Aus steht, etabliert sich Genf als Kraftzentrum der Uhrenindustrie. „Wir haben die Chance, das Format und die Inhalte eines Schlüsselmoments im Uhrenjahr neu zu erfinden“, sagte Stéphane Bianchi, der die Uhrensparte von LVMH leitet. „Der Schlüsselmoment ist für uns eine kommerzielle Herausforderung und Hebel, um unsere Kunden zu beeinflussen.“

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