Nach erfolgreichem Geschäftsjahr

Lululemon: Corona-Krise bremst starke Wachstums-Story aus

Lululemon
Lululemon x Roksanda: Kooperation mit der Womenswear-Designerin Roksanda Ilinčić.
Lululemon x Roksanda: Kooperation mit der Womenswear-Designerin Roksanda Ilinčić.

Dickes Plus bei der Yogamarke Lululemon. Das kanadische Unternehmen mit Sitz in Vancouver hat das Geschäftsjahr 2019/20 (2.2.) mit einem Umsatz-Plus im Vergleich zum Vorjahr von 21% auf fast 4 Mrd. US-Dollar (3,65 Mrd. Euro) abgeschlossen. Auf vergleichbarer Basis ergab sich eine Steigerung von 17%. Vor allem im Bereich Direct-to-consumer ist Lululemon stark gewachsen. Der Yoga-Spezialist legte in diesem Segment, also bei den Verkäufen über eigene Läden und Online-Shops, um 35% zu.


Auch der Nettogewinn ist kräftig gewachsen. Unterm Strich standen nach den zwölf Monaten 645,6 Mio. USD, und damit rund ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Auch im vierten Quartal, dass Anfang Februar endet, konnte das Unternehmen noch eine Umsatzsteigerung von 20% erzielen. Jetzt macht die Corona-Krise allerdings auch dem Yoga-Spezialisten zu schaffen. Einige Läden seien geschlossen worden oder hätten die Öffnungszeiten verkürzt. Auf dem chinesischen Festland seien im Februar alle Einzelhandelsstandorte vorübergehend geschlossen gewesen.

Alle, bis auf einen dieser Stores, seien inzwischen wieder geöffnet. Allerdings habe das Unternehmen dann im März 2020 alle Geschäfte in Nordamerika, Europa, Malaysia und Neuseeland vorübergehend schließen müssen. Zudem wurde das Vertriebszentrum in Sumner/Washington vorübergehend dicht gemacht.

„Aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 auf der ganzen Welt und der raschen und kontinuierlichen Entwicklung geben wir derzeit keine Prognose für das Geschäftsjahr 2020“, erklärte das Unternehmen, dessen Geschäft auch stark durch die Schließung von Fitness- und Yoga-Studios beeinträchtigt wird. Das vergangene Jahr sei stark gewesen, sagt CEO Calvin McDonald. Doch jetzt wirke sich das „außergewöhnliche Umfeld“ auf das Geschäft aus.

stats