Nach Übergang in die Alarmstufe

In diesem Landkreis müssen Händler 3G-Kontrollen durchführen

Imago / Jürgen Ritter
Auch in Biberach an der Riß (Foto) gelten ab dem 12. November um 0 Uhr wie im ganzen Landkreis Biberach die Regeln der Alarmstufe.
Auch in Biberach an der Riß (Foto) gelten ab dem 12. November um 0 Uhr wie im ganzen Landkreis Biberach die Regeln der Alarmstufe.

Es war abzusehen: Seit Ende Oktober gilt in Baden-Württemberg eine Corona-Verordnung, die vorsieht, dass ab gewissen Inzidenzen die Alarmstufe ausgerufen wird und strengere Regeln gelten. In einem Landkreis ist das nun vorgezogen passiert. Das hat auch Auswirkungen auf den Einzelhandel.

Mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 691,2 hat der Landkreis Biberach in Baden-Württemberg jetzt als vorgezogene Maßnahme die Regeln der Alarmstufe ausgerufen. Sie gelten ab heute Nacht 0 Uhr. Auf der Homepage der Stadt heißt es dazu: "Das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg hat aufgrund der dynamischen Entwicklung der Infektionslage im Landkreis Biberach das Gesundheitsamt angewiesen, Maßnahmen per Allgemeinverfügung zu regeln." Landrat Heiko Schmid und Amtschef Uwe Lahl hätten sich auf diesen Weg einvernehmlich verständigt, um so das diffuse Ausbruchsgeschehen zu stoppen. Die neuen Regeln gelten zunächst befristet bis zum 24. November. Weiter heißt es: "Sofern sich das Infektionsgeschehen im Landkreis Biberach durch die Schutzmaßnahmen nicht stabilisiert, müssen weitere Schritte, wie beispielsweise Ausgangsbeschränkungen für nicht immunisierte Personen in Betracht gezogen werden."

Die Alarmstufe hat jetzt auch ganz konkrete Auswirkungen auf den Einzelhandel. Denn dieser ist nun dazu verpflichtet, 3G-Kontrollen durchzuführen. Die Kundinnen und Kunden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein. Ein Antigen-Test ist dabei ausreichend. Der Handelsverband Baden-Württemberg teilt mit: "Der Handel wird den 3G-Nachweis stichprobenartig kontrollieren." Die neue Regel gilt allerdings nicht für Geschäfte, die der Grundversorgung dienen, sowie für Märkte außerhalb geschlossener Räume.

Der Verband versichert außerdem, dass die baden-württembergischen Händlerinnen und Händler die Konsumenten auf die Corona-Verordnung allgemein und die Alarmstufe im Besonderen hinweisen werden, beispielsweise durch Aufsteller und Informationen an den Eingangstüren. Dabei würden sie auch über die Höhe des drohenden Bußgeldes im Fall eines Verstoßes informieren, das 200 Euro (Regelsatz) beträgt.

Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), betont: "Unsere Händlerinnen und Händler zeigen mit den Kontrollen einmal mehr, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles tun, um der Corona-Pandemie ein Ende zu setzen. Der Einzelhandel war durch die hervorragenden Hygienekonzepte in den vergangenen eineinhalb Jahren zu keinem Zeitpunkt Treiber der Pandemie. Der Handel war und ist nach wie vor sicher. Unsere Kundinnen und Kunden können ohne Sorge vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus im stationären Einzelhandel einkaufen. Gerne stehen wir der Landesregierung auch weiterhin als verlässlicher Partner zur Seite."

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