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Nächste Forderungsliste an den Bund

Händlerinitiative und Verbandsvertreter fordern „pragmatische, finanzielle“ Hilfen

Händler helfen Händlern
Marcus Diekmann, Mitinitiator von „Händler helfen Händlern“ (links oben) stellt gemeinsam mit den Vertretern führender deutscher Handelsverbände Stephan Tromp (HDE), Martin Groß-Albenhausen (bevh), Boris Hedde (IFH), Frank Rehme (Kompetenzzentrum Handel) und Günter Hübner (Bundeswirtschaftssenat des BVMW) Forderungen an die Bundesregierung und die Wirtschaftspolitik für pragmatische, finanzielle Hilfen (von links nach rechts).
Marcus Diekmann, Mitinitiator von „Händler helfen Händlern“ (links oben) stellt gemeinsam mit den Vertretern führender deutscher Handelsverbände Stephan Tromp (HDE), Martin Groß-Albenhausen (bevh), Boris Hedde (IFH), Frank Rehme (Kompetenzzentrum Handel) und Günter Hübner (Bundeswirtschaftssenat des BVMW) Forderungen an die Bundesregierung und die Wirtschaftspolitik für pragmatische, finanzielle Hilfen (von links nach rechts).

Die Initiative „Händler helfen Händlern“ hat gemeinsam mit Vertretern führender Handelsverbände eine Forderungsliste an die Bundesregierung formuliert. Auf Einladung von Marcus Diekmann, Mitinitiator von „Händler helfen Händlern“ und CEO von Rose Bikes haben sich Stephan Tromp (HDE), Martin Groß-Albenhausen (bevh), Boris Hedde (IFH), Frank Rehme (Kompetenzzentrum Handel) und Günter Hübner (Bundeswirtschaftssenat des BVMW) auf folgende Forderungen verständigt:

  1. Die Hilfsprogramme müssen für alle kleinen und mittelständischen Handelsunternehmen gelten.
  2. Auf den Nachweis der positiven Fortführungsprognose wird verzichtet.
  3. Es wird Unterstützung in Form von Betriebsmittelkrediten gewährt. Berechnungsgrundlage über die Höhe der Kredite sind die Ausgaben für Betriebsmittel, die in den letzten sechs Monaten aufgewendet wurden (Mieten, Personal, Werbekosten, IT, etc.) sowie die offenen Posten aus dem Wareneinkauf (Lieferungen und Leistungen). Als Nachweis dient pragmatisch der BWA und die Summen- und Saldenliste.
  4. Das Betriebsmitteldarlehen wird drei Jahre tilgungsfrei gewährt, damit die Unternehmen nach der Krise die Chance haben, Liquidität aufzubauen, wieder Gewinne zu erwirtschaften und kapitaldienstfähig zu bleiben.
  5. Das Betriebsmitteldarlehen wird zu einem effektiven Zinssatz von Null Prozent und ohne weitere Gebühren oder Aufschläge – auch nicht seitens der begleitenden Hausbanken - gewährt.
  6. Die Rückführung der Kredite ist variabel. Die Unternehmen dürfen selbst entscheiden, wann und in welcher Höhe sie zurückführen. Endfälligkeit ist nach fünf bis sieben Jahren.
  7. Gesamtlaufzeit beträgt maximal acht Jahre.
  8. Die 90-prozentige Haftungsfreistellung gilt nicht nur für Banken sondern auch für Unternehmen.

„Der Handel benötigt unbürokratischer Fördergelder und Hilfen, die nicht schon am Antragswesen scheitern oder bei den Betroffenen gar nicht ankommen“, so Diekmann. „Außerdem müssen wir sicherstellen, dass die Tilgung der finanziellen Mittel seitens der Händler erst mittelfristig erfolgen muss. Wir müssen eine Chance bekommen, den Handel nach der Krise wiederaufzubauen. Die Einbußen, die durch den Lockdown im Handel entstehen, sind unmöglich in zwölf Monaten wieder aufzuholen.“



Die Initiative „Händler helfen Händlern“ startete am 19. März, als aufgrund der Corona-Pandemie deutschlandweit nicht systemrelevante stationäre Geschäfte ihr Ladentüren schließen mussten. Auf LinkedIn zählt die Gruppe zählt nach nur sechs Tagen über 1000 Mitglieder, darunter Händler, Handels- und Wirtschaftsverbände, Journalisten und Handelsexperten. Händler wie Rose Bikes, BabyOne, MediaMarkt, Saturn, TomTailor, Intersport und Visunext unterstützen die Initiative.
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