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Nike, Fenty & Co

Wie Modemarken mit Size Inclusivity punkten

Fenty / Charles Roussel
Rihanna präsentiert ihre Mode an Curvy-Puppen
Rihanna präsentiert ihre Mode an Curvy-Puppen

Ein Candystorm jagt den nächsten: Kaum ein Thema begeistert Modefans in den sozialen Medien derzeit so sehr wie Aktionen für Body Positivity. Anfang Juni sorgte Nike zum Beispiel mit kurvigen Figuren für Furore, dann legte Rihanna mit ihrem Label Fenty nach. Dafür hagelt es etliche Likes von den Social-Media-Usern.

Kurvige Schaufensterfiguren sind in

Die durchschnittliche weibliche Schaufensterpuppe ist schlank und zwischen 1,70 und 1,85 Meter groß - es sei denn es handelt sich um die Figuren eines Große-Größen-Anbieters. Doch seit kurzem gibt es bei einigen Marken deutlich mehr Vielfalt zu sehen − zum Beispiel bei Nike. Der Sportartikler eröffnete Anfang Juni im Londoner Flagschiff seine neu gestaltete Frauen-Etage. Und welcher Aspekt sorgte besonders für mediales Aufsehen? Die Figuren, an denen die Plus-Size-Kollektionen präsentiert werden − denn die sind curvy. Und sie stehen direkt neben den erprobten, schlanken Puppen. Size Inclusivity at it's best.

Nike Town in London: Neues Design für die Frauen

Im Social Web kommt die Innovation bei Nike sehr gut an. „Fand es immer unlogisch, dass man erst abnehmen muss, bevor man in Sportklamotten passt. Gute Entwicklung”, schreibt zum Beispiel eine TW-Leserin auf Facebook. Eine andere fügt an: „Endlich mal was realistisches! I like!" (sic).

Kurze Zeit später machte eine andere Body-Positivity-Entdeckung die Runde. Auch Popstar Rihanna präsentiert die Mode ihres neuen Fashionlabels Fenty, das sie zusammen mit LVMH an den Start bringt, an kurvigen Puppen.

Das rote Fenty-Kleid wird von einer Puppe mit Kurven präsentiert
Fenty / Charles Roussel
Das rote Fenty-Kleid wird von einer Puppe mit Kurven präsentiert


Passanten, die die Figuren im  Pop-up-Store entdeckten, knipsten die Puppen mit Bauchansatz und breiten Hüften − und begeisterten das Social Web. „Wow, diese Schaufensterpuppe hat die gleiche Figur wie ich”, schreibt etwa eine Twitter-Nutzerin. Eine Instagram-Userin ist ebenfalls begeistert: „Das ist eins der realistischen Figuren, die ich je gesehen habe. Rihanna ist ein Gamechanger, wenn es darum geht, was als perfekter Prototyp gilt”.

Die Schaufensterpuppen bescherten Fenty allerdings nicht den ersten Candystorm. Das offiziell erst im Mai gelaunchte Label machte schon damit auf sich aufmerksam, dass ein Model mit Aknenarben die Kollektion präsentiert.

Für das Shooting von Fenty wurde auch Aweng Chuol engagiert: Ein Model mit Aknenarben

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@fenty close up. The culture.

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Luxuslabel entdecken die Welt der Anschlussgrößen

Viel Aufmerksamkeit für eine Size-Inclusivity-Offensive bekam auch Dolce & Gabbana. Die Luxusmarke bietet ab sofort Mode bis zur italienischen Größe 54 an, die etwa der deutschen Größe 48 entspricht. In der Luxuswelt war dies bislang eher ungewöhnlich. Die TW-Fans auf Facebook verteilen hunderte Likes für das Novum. „Endlich mal jemand der weiterdenkt!”, kommentiert ein User.

#NoPhotoshop-Offensive in den Onlineshops

Darüber hinaus setzten insbesondere zu Beginn der Bademodesaison viele Marken Body-Positivity-Impulse. Bei der Präsentation von Bikinis, Badeanzügen und Co verzichteten etwa H&M und Asos auf Retusche und zeigten Models mit Kurven, Bauchansatz und Cellulite. Wenig verwunderlich sammelten sie auf diese Weise ebenfalls viele Likes und Kommentare.

Einige Stimmen aus dem Social Web zu den Body-Positivity-Aktionen:

Das schreibt die Facebook-Nutzerin "Zeilenflüsterin" zu den authentischen Figuren

So reagiert diese Userin auf die Curvy-Figuren von Fenty

"Rihanna, nimm mein Erspartes", freut sich diese Social-Media-Nutzerin

Auch von dieser Userin gibt es Zuspruch für die Fenty-Schaufensterpuppen

So reagieren die TW-Fans auf Dolce & Gabbanas Entscheidung, Mode bis Größe 54 anzubieten (anklicken, um zu den Kommentaren zu gelangen)

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